Fotopraxis für Einsteiger: Optimales Timing in der Küstenfotografie

Aufnahme bis Nachbearbeitung: Küstenfotografie sieht spektakulär aus. Die größte Herausforderung ist es dabei, Chancen zu erkennen und clever zu nutzen.

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Küstenfotografie ist eine der interessantesten Disziplinen der Landschaftsfotografie. Das Meer ist immer in Bewegung und bietet Fotografen, die sich nicht scheuen, auch mal nass zu werden, zahlreiche kreative Möglichkeiten. Doch gerade am Anfang ist es nicht leicht, diese Chancen zu nutzen. Erst wenn Sie mit ihrem Equipment vertraut sind, sollten Sie sich in die Wellen wagen. Kamerabedienung sollte für Sie Routine sein, damit Sie Ihre Aufmerksamkeit aufs Meer richten können. Denn so gleichmäßig die Wellen in einem Moment an den Strand schlagen, so unberechenbar kann die Brandung im nächsten Moment sein. Küstenfotografie ist spannend. Sie wissen nie genau, was für Fotos Sie am Ende bekommen. Die Strukturen, die im Foto durch die Bewegung des Wassers entstehen, sind jedes Mal ein wenig anders. Ein Strand kann jeden Tag neue Motive bieten, wenn sich die Gezeiten verschieben oder ein Sturm Felsen freilegt, die neue Kompositionen ermöglichen. Trotz oder gerade wegen dieser Unbeständigkeit ist das passende Timing entscheidend für ein überzeugendes Küstenfoto. Viele Faktoren spielen eine Rolle: Von der Jahreszeit über die Gezeiten, das Wetter, die Tageszeit bis hin zum Moment, in dem Sie den Auslöser drücken.

Regen und Nebel machten die Fotografie an der Costa Quebrada (Spanien) fast unmöglich. Im nahegelegenen Gorbea Naturpark waren das jedoch ideale Bedingungen für mystische Fotos.
Canon 5DS R | Canon EF 16-35 mm f/4 IS |16 mm | ISO 100 | f/9.5 | 2 s

Wie in der Landschaftsfotografie haben Jahreszeit und Wetter einen enormen Einfluss darauf, welche Fotos Sie am Meer aufnehmen können. Sollen es dramatische Fotos mit brechenden Wellen sein? Oder doch lieber das Postkartenmotiv mit ruhigem, türkisfarbenem Wasser? Möchten Sie die Sonne im Foto haben? Oder goldenes Seitenlicht? Je spezifischer Ihre Wünsche sind, desto kleiner wird das Zeitfenster für die Umsetzung eines bestimmten Fotos. Mit Apps wie PhotoPills können Sie unter anderem den Sonnenstand sehr genau vorhersagen und Ihre Tour auf das entsprechende Datum legen.

Das Wetter lässt sich deutlich schlechter planen, Prognosen sind oft unzuverlässig. Trotzdem sollten Sie bei der Planung einer Reise auf jährlich wiederkehrende Wetterereignisse achten. Beispiele sind die Hurrikansaison in der Karibik zwischen Juni und Dezember, die Hauptzeit für Taifune im Pazifik zwischen Juli und November oder die Winterstürme an der Atlantikküste Europas. Während die Stürme, die auf das europäische Festland treffen, dramatische und spannende Bedingungen für Küstenfotos mit sich bringen, sollten Sie Hurrikane und Taifune besser meiden.

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