Fotopraxis mit Tilt/Shift-Objektiven: Mehr als nur gerade Linien

Tilt/Shift-Objektive gelten als komplizierte Spezialisten. Doch wer sie beherrscht, erschließt sich neuen, kreativen Spielraum auch für seine Alltagsfotografie.

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Von
  • Chris Marquardt
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Was verbinden Sie mit dem Begriff Tilt/Shift? Wenn Sie an den Miniatureffekt denken, der vor einigen Jahren in der Werbung inflationär zu sehen war, sind Sie nicht allein. Doch da geht noch viel mehr. Die Objektiv-Spezialisten eröffnen uns fotografische Räume, die ohne sie gar nicht oder nur sehr schwer zugänglich wären. Da die Anschaffungshürde sehr hoch ist, haben wir außerdem ein paar Ideen parat, wie Sie auch ohne dickes Portemonnaie zum Tilt/Shift kommen können.

Mein erstes Tilt/Shift-Objektiv hatte es nicht leicht. Nach der Gebrauchtanschaffung für sagenhafte 500 Euro folgten schnell die ersten, leider erfolglosen Gehversuche und kurz darauf verschwand das Objektiv wieder für fast ein Jahr einsam in einem Regal und setzte Staub an. Erst der Umweg übers analoge Großformat half mir, das Prinzip dieser Objektive wirklich zu verstehen. Denn wie bei den analogen Fachkameras können wir mit dem Tilt/Shift die optische Achse verschieben (shift) und schwenken (tilt).

Mit ihrer eingebauten Möglichkeit, das Objektiv zu verschieben und es zu kippen, ist die Großformatkamera das Vorbild für das Tilt/Shift-Objektiv.

Bei herkömmlichen Kameras und Objektiven verläuft die optische Achse mitten durch den Sensor und alle Linsen liegen zu 100 Prozent parallel zueinander und zur Bildebene. Die Tilt/Shift-Optiken verlassen diesen Pfad. Sie erlauben uns, die optische Achse zu verschieben. Damit erreichen wir Dinge, die mit anderen Kamera-Objektiv-Kombinationen nur über Umwege oder gar nicht funktionieren. Hier ein paar der Vorteile und Möglichkeiten:

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