Fotoprojekt: Etiketten abwickeln mit der Panorama-Technik

Für Sammler schicker Weinetiketten und besonderer Bierdosen: Mit dieser Technik fotografieren Sie Etiketten, ohne sie ganz ablösen zu müssen.

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Das Ergebnis unserer Mühen: Der Aufdruck der Bierdose erscheint abgerollt und in neuem Glanz! Auch Auflösung und Qualität stimmen, und so könnte man nun leicht ein Poster aus diesem Bild erstellen.

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Im Foto sehen Sie eine Bierdose aus den USA, die einen besonders hübschen Aufdruck hat und daher als Lieferant für einen großformatigen Ausdruck dienen soll. Wenn es doch nur eine Möglichkeit gäbe, den Aufdruck abzunehmen, ohne die Dose zerstören zu müssen …

Die Dosenkunst fällt bei diesem Melonenbier besonders schön aus. Wir werden sie derart abfotografieren, dass man aus dem Ergebnis leicht einen großen Druck fürs Wohnzimmer erstellen kann.

Die Aufgabe ist also offensichtlich, einen Zylinder schrittweise rundherum abzufotografieren und dann die Einzelshots als Panorama zu fusionieren. Das hört sich zuerst einmal gar nicht so anspruchsvoll an, bis man dann die infrage kommenden Techniken testet und kläglich scheitert. Denn selbst für moderne Panoramaprogramme ist das ganz schön schwierig. Diese wünschen sich als Datenmaterial wenige Aufnahmen mit viel Überlappung (Fisheye-Aufnahmen), und nicht, wie in unserem Fall, viele Aufnahmen mit wenig Überlappung und noch dazu mit stark ausgeprägten Verzerrungen. Folgende Verfahren kommen infrage:

  • Man könnte die Dose mit der Hand drehen, dabei mit der Kamera davon einen Film aufnehmen und dann diesen Film im Anschluss in das kostenfreie Panoramaprogramm Microsoft ICE laden (ICE kann Panos auch aus Filmen berechnen). Das klingt elegant, hat aber leider nicht funktioniert.
  • Man könnte Einzelbilder aufnehmen, diese in Photoshop laden (Datei > Skripten > Dateien in Stapel laden), auf den Aufdruck zuschneiden und dann direkt in Photoshop auch das Pano berechnen lassen (Bearbeiten > Ebenen automatisch ausrichten). Das hat leider auch nicht funktioniert.
  • Man könnte Einzelbilder aufnehmen, diese in Photoshop laden, zuschneiden und sie dann als Einzel-JPEGs speichern (Datei > Exportieren > Ebenen in Dateien). Im Anschluss könnte man dann die entstandene Bildserie in das leistungsfähige Microsoft ICE laden und dort der Fusion per manueller Einstellung unter die Arme greifen. Das hat dann letztendlich prima funktioniert und zu dem überzeugenden Ergebnis geführt, das Sie im Aufmacher sehen.

Am Anfang unserer Abwicklung steht ein Licht-Setup zur Aufnahme der knapp 100 Einzelbilder. Wir haben uns für die Dosenfotos für LED-Kunstlicht entschieden und ein einfaches Setup aus zwei Videoleuchten und einem Stück Leuchtkastenfolie aufgebaut. In den Fotos sehen Sie die einzelnen Komponenten.

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