Fotos mit dem Grafiktablett bearbeiten: Warum es sich lohnt

Mit Maus und Tastatur ist Bildbearbeitung mühselig. Einfacher wird es mit Stift und Grafiktablett - zumindest, wenn man den mühseligen Anfang gemeistert hat.

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(Bild: Golubovy, stock.adobe.com)

Von
  • Tilo Gockel
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Wer häufig Bilder bearbeitet, stößt mit der Maus schnell an Grenzen. Techniken, bei denen unterschiedliche Deckkraft nötig ist, funktionieren nur umständlich oder gar nicht. Ein gutes Beispiel ist das Abwedeln und Nachbelichten, vielen bekannt als die Dodge-&-Burn-Technik. Auch das Malen neuer Haarsträhnen oder Wimpern fällt mit einer Maus schwer, ebenso ein handschriftlicher Schriftzug oder digitales Freihandzeichnen. Hier brauchen Sie ein ergonomisches Werkzeug, das dem Zeichnen und Malen mit Pinsel und Stift nachempfunden ist.

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Ein Grafiktablett ist ein solches Werkzeug, mit dem geübte Bildbearbeiter exakt und intuitiv arbeiten. Die ersten Schritte mit der Hardware sind allerdings nicht einfach. Viele Vorgänge dauern mit dem zunächst ungewohnten Grafiktablett anfangs länger als mit der Maus. Unumgänglich ist der Einsatz von Tastatur-Shortcuts, damit man nicht ständig zwischen Maus und Tablett wechseln muss. Die Arbeit mit dem Grafiktablett macht nämlich erst dann richtig Spaß, wenn die Bedienung von Photoshop per Hotkeys leicht von der (linken) Hand geht. Daraufhin ist die rechte Hand frei für den Zeichenstift. Und auch ein paar neue Tricks wie die Spring-Loaded-Keys von Adobe oder die Gestenbedienung erleichtern die Arbeit. Dazu später mehr.

Die günstigeren Tabletts kommen von Herstellern wie Aiptek, Medion und Huion. Sie kosten ab etwa 30 Euro. Doch wer bereit ist, für ein solides, ausgereiftes Gerät, gute Treiberunterstützung und große Community ein paar Euro mehr zu bezahlen, landet schnell bei den teureren Geräten von Wacom. Die Größen reichen hier von der Intuos-Small-Variante (7-Zoll-Diagonale) über das Intuos Pro Medium (10,6-Zoll) bis zu den Large-Varianten (14,9-Zoll). Wer noch mehr Geld ausgibt, bekommt auch Geräte mit eingebautem Display. Für die ersten Gehversuche reicht die S-Variante völlig aus (Intuos Small, etwa 60 Euro), angenehmer arbeitet es sich mit einem Gerät mittlerer Größe wie dem Intuos Pro Medium (um die 380 Euro).