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FritzOS 7: Kabelfernsehen per WLAN schauen

Mit FritzOS 7 gelingt die Verteilung des TV-Signals im lokalen Netz nicht nur bei Satellitenempfang, sondern auch im Falle von DVB-C.

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(Bild: Rudolf A. Blaha)

Eigentlich ist es nur eine von vielen Änderungen, die AVM seinen Geräten mit der Aktualisierung auf FritzOS 7 verpasst hat, doch in Sachen Fernsehempfang im lokalen Netz bedeutet sie für Besitzer von Fritzboxen mit Kabel-Internet einen großen Schritt nach vorne. Schon bisher konnten die AVM-Router mit Breitbandanschluss – die Fritzboxen 6490 und 6590 sowie der Repeater DVB-C – Fernsehsignale aufgreifen und im Netz bereitstellen.

Mit dem Update auf FritzOS 7 implementiert AVM den Sat-IP-Standard, der trotz des "Sat" im Namen auch die lokale Einspeisung des DVB-C-Signals beherrscht. Damit können Sat-IP-Clients erstmals einen Frequenzsuchlauf anstoßen und die Tuner übers Netz verwalten. Kunden steht so eine größere Auswahl von Empfangsgeräten inklusive einiger Flach-TVs bereit – zumindest theoretisch. In den Genuss des Updates kommen viele Kabel-Bestandskunden, denn Vodafone (ehemals Kabel Deutschland) hat die 6490 als "Homebox 3" in vielen Haushalten als Mietgerät im Einsatz.

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Was beim Satellitenempfang schon seit Jahren gang und gäbe ist, wird für viele Kabelhaushalte somit per Software-Update möglich. Die in den Fritzboxen verbauten Full-Band-Capture-Tuner (FBC) greifen das gesamte Empfangsspektrum im Breitbandkabel ab – die Tuner sind nur virtuell in Software umgesetzt. Theoretisch ließen sich beliebig viele Tuner realisieren, AVM hat die Anzahl auf vier begrenzt; es können also vier Programme gleichzeitig ins lokale Netz gestreamt werden. Die Boxen geben den Programmstrom als Multicast ins Netz, sodass sich auch mehrere Clients auf einen Stream aufschalten können. Der Fritz Repeater DVB-C unterscheidet sich insofern von den Boxen, als er noch mit einem klassischen DVB-C-Dual-Tuner ausgestattet ist und daher nur zwei parallele TV-Streams ausgibt.

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