zurück zum Artikel

Durchgehend scharfe Makro-Fotografie: Focus-Stacking mit Fokusvariation 2 Kommentare

Focus-Stacking für alle Gelegenheiten

Durchgehend scharfe Makroaufnahmen - ganz ohne teuren Einstellschlitten? Wir zeigen wie's geht!

Focus-Stacking ist ein Multishot-Verfahren, das besonders im Nahbereich hilft, die Schärfentiefe fast beliebig zu vergrößern. Aber je nach Motiv ist einiges zu beachten: So muss sich der Fotograf zwischen Fokus- und Abstandsvariation entscheiden, die passenden Aufnahmeparameter einstellen und dann auch noch die Schrittweite und die Schrittanzahl bestimmen.

Die Technik des Focus-Stacking wenden Fotografen häufig bei Makrofotos von Pflanzen und Insekten an. Meist kommt dann ein Einstellschlitten zum Einsatz, auf dem die Kamera bewegt wird. Die Kosten für eine solche Lösung sind nicht unerheblich, die Anwendung ist knifflig und die Schlittenlänge bestimmt die maximale Szenenausdehnung. Wie wäre es denn stattdessen mit einem Ansatz, der keine zusätzliche Technik benötigt, der immer funktioniert und der auch noch – zumindest im größeren Makrobereich – bessere Ergebnisse liefert? Gemeint ist die Variation des Fokus über den Fokustrieb am Objektiv.

Tabelle: Zwei Verfahren zum Focus-Stacking

Tabelle: Zwei Verfahren zum Focus-Stacking

Beim Focus-Stacking nimmt man eine Bildserie mit wandernder Schärfeebene auf, aus der im Anschluss ein Algorithmus ein durchgehend scharfes Bild errechnet. Die wandernde Schärfe lässt sich auf zwei Arten erzeugen, die jeweils Vor- und Nachteile aufweisen. Zum einen kann man den Abstand der Kamera zur Szene mit einem Makro-Einstellschlitten variieren. Zum anderen kann man am Objektiv den Fokus verändern. In der Tabelle sehen Sie eine Gegenüberstellung der zwei Verfahren.


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-4460522