Genomanalyse: Methoden, Kosten, Schwachpunkte

Massenhafte DNA-Sequenzierung würde alle Menschen anhand ihrer DNA identifizierbar machen – auch wenn sie selbst keinen solchen Dienst nutzen.

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Bis 2025 könnten Schätzungen zufolge eine Milliarde Menschen ihr Genom sequenziert haben. Datenschützern bricht dabei der kalte Schweiß aus, denn alle Genomsequenzen landen in einer oder auch in mehreren Datenbanken. Oft werden auch die Namen der DNA-Träger mit gespeichert. Das frustriert die Datenschützer, denn ab einem bestimmten Datenbankumfang braucht man die Namen der übrigen Bevölkerung nicht mehr, um Unbekannte anhand ihrer DNA zu identifizieren: Man kann sie leicht mittels Verwandtschaftsvergleichen ihren Familien zuordnen und über Familienbeziehungen ihre Namen ermitteln (so fand man etwa den Golden-State-Killer – dreißig Jahre nach seinen Verbrechen).

Andererseits kann die Genomsequenzierung immer besser erklären, wie sich biologische Merkmale wie Körpergröße oder Intelligenz ausbilden. Zudem haben Forscher nach langem Anlauf eindrucksvoll belegt, dass sie durchaus Gentherapien gegen Erbkrankheiten entwickeln können. Googeln Sie mal nach Zolgensma, Glybera, Strimvelis, Luxturna oder Zynteglo. Ohne die Genomsequenzierung wären diese Gentherapien kaum vorstellbar, und weitere kommen hinzu.

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Um über die Folgen der massenhaften Sequenzierung fundiert diskutieren zu können, ist es wichtig, die Technik zu kennen. Deshalb stellen wir einige der wichtigsten Sequenziermethoden in Grundzügen vor. Um dem Artikel zu folgen, genügen schulische Biokenntnisse.

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