Glasfaser-Internet: Ausbau, Förderprogramme, Praxistipps

Der Glasfaserausbau kommt ins Rollen. Wo der Weg zum Anschluss langgeht und worauf Sie achten müssen, wenn die Installation ansteht, haben wir zusammengefasst.

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, Moritz Reichartz

(Bild: Moritz Reichartz)

Von
  • Andrijan Möcker
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Die Glasfaserleitung kommt langsam, aber sicher in deutsche Privathaushalte. Neue Förderpakete kurbeln derzeit den Ausbau an. Wer jetzt zugreift, bekommt seinen Anschluss kostenlos oder stark vergünstigt. Die Zeit dafür ist reif: Schließlich hat die Kupferdoppelader – die klassische Telefonleitung – als Standard-Medium für den Hausanschluss mittlerweile fast 140 Jahre auf dem Buckel.

Während Lichtwellenleiter aus Glas in Weitverkehrsnetzen schon über 40 Jahre im Einsatz sind, mussten sich Privatkunden insbesondere in Deutschland lange mit der Telefon- oder Koaxialleitung zufriedengeben. Mit den Übertragungstechniken ADSL, VDSL, G.fast und DOCSIS (Internet per TV-Koaxkabel) versuchten die Netzbetreiber das letzte bisschen Bandbreite aus der vorhandenen Infrastruktur zu pressen – nicht selten mit mäßigem Erfolg.

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Dabei haben Glasfasern mehrere entscheidende Vorteile gegenüber der Kupfertechnik: Sie sind unempfindlich gegenüber Hochfrequenzstörungen und stören selbst keine anderen Medien. Bei xDSL, G.fast und DOCSIS können beispielsweise Powerline (Heimvernetzung über die Stromleitung), Gewitter oder defekte elektrische Geräte die Datenrate einbrechen oder gar die Verbindung abreißen lassen. Auch wer die Faser nur mit 50 oder 100 Mbit/s bucht, profitiert also von einer robusteren Verbindung.