Glasfaser-Übertragungsstandards für Admins und Hausvernetzer

Die Wahl des richtigen Glasfaser-Übertragungsverfahrens ist recht kompliziert. Mit ein wenig Know-how holt man das Maximum aus bestehenden Fasern heraus.

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(Bild: Thomas Kuhlenbeck)

Von
  • Jan Mahn
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Ärgerlich – kurz vor Feierabend hat der Admin-Kollege die Tür der Netzwerkunterverteilung zu schnell zugeschlagen und eines der LWL-Patchkabel abgeknickt. Sofort bricht die Verbindung ab. An dieser Verbindung hing eine ganze Abteilung, Ersatz muss so schnell wie möglich her. Doch der Kauf eines Kabels beim Netzwerktechnik-Händler ist gar nicht so leicht. Ist ein "SC/APC-LC/PC duplex LWL OS2" wirklich das passende Kabel, oder das "LC/PC-LC/PC simplex LWL 9/125µm", das ein anderer Shop im Programm hat? Gelb sind sie schließlich beide und die Stecker könnten auch passen. Wer auf gut Glück oder nach dem Foto im Webshop bestellt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit daneben greifen. Man kommt nicht umhin, sich ein wenig mit der Materie vertraut zu machen.

Auch wenn man plant, selbst ein Kabel zu verlegen oder verlegen zu lassen, um eine Etage, ein Nebengebäude oder die Garage zu vernetzen, kommt man ohne Verständnis für die Übertragungstechniken und Verbindungssysteme nicht weiter. Drei Komponenten müssen für eine Verbindung zusammenpassen: die Übertragungsmodule an beiden Enden, die Steckverbinder und die Kabel. Um die Übertragungsstandards geht es in diesem Artikel.

Eine Netzwerkverbindung über Lichtwellenleiter beginnt und endet bei einem Netzwerkendgerät – das kann ein Switch sein, aber auch ein sogenannter Medienkonverter, der das Signal von Kupfer auf Lichtwellenleiter übersetzt, oder eine Netzwerkkarte in einem PC oder Server. Eigentlich ist in diesen Geräten die Optik zum Senden und Empfangen über LWL nie eingebaut. Stattdessen haben sie standardisierte Einbauschächte, in die man ein Modul, den Transceiver (eine Kombination aus Sender und Empfänger), einschiebt.

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