Grundsteuer-Erklärung online abgeben: Wie es geht und was Sie brauchen

Grundstücks- & Immobilienbesitzer müssen bis 31. Oktober online eine Grundsteuererklärung abgeben. Wir haben ELSTER ausprobiert und nach Alternativen geschaut.

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(Bild: AlpakaVideo/Shutterstock.com)

Von
  • Alexander von Westernhagen
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Die meisten Eigentümer von Grundstücken, Häusern und Eigentumswohnungen in Deutschland dürften sie bereits in ihrem Briefkasten entdeckt haben: eine Aufforderung des Finanzamts, eine Online-Grundsteuererklärung abzugeben – im Fachjargon "Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts". Bereits seit dem 1. Juli 2022 läuft die Frist, die am 31. Oktober endet. Abgeben müssen jene Personen, die zum Stichtag 1. Januar 2022 Eigentümer einer Immobilie waren – selbst wenn sie es mittlerweile nicht mehr sind. Anlass für das Schreiben ist die 2019 beschlossene Reform der Bewertung von Grundstücken.

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Selbst für Haus- und Grundbesitzer, die bisher mit Online-Steuererklärungen nichts am Hut hatten und Formulare grundsätzlich lieber in gedruckter Form bearbeiten, führt bei der neuen Grundsteuererklärung kaum ein Weg an der Online-Abgabe vorbei: Sie ist laut Bundesfinanzministerium, abgesehen von wenigen Ausnahmefällen, "verpflichtend elektronisch" abzugeben. Aber wie und wo macht man das eigentlich?

Um Ihnen den Vorgang zu erleichtern, fassen wir in diesem Artikel die wichtigsten Informationen für Sie zusammen. Wir zeigen, was Sie für die elektronische Abgabe der Grundsteuererklärung benötigen, was Sie in Ihrem Bundesland beachten sollten und welche Alternativen es zu ELSTER, dem Online-Steuerportal des Finanzamts, als naheliegendster Anlaufstelle gibt. Da der Autor des Artikels selbst von der Abgabepflicht betroffen ist, hat er zudem die Gelegenheit genutzt, ELSTER am Beispiel eines Einfamilienhauses in Niedersachsen einem kurzen Praxischeck zu unterziehen: Wie benutzerfreundlich ist das Portal, und wie lange dauert das Ausfüllen und Übermitteln der Erklärung?