Heimnetz für das Homeoffice optimieren

Sie haben genug vom Warten beim Upload Ihres Arbeitsergebnisses und von ruckeligen Videokonferenzen? Dann müssen Sie an den richtigen Netzwerk-Schrauben drehen.

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Von
  • Ernst Ahlers
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Wenn aus dem Homeoffice-Provisorium eine feste Einrichtung werden soll, und sei es auch nur tageweise, dann mag man Wartezeiten beim Down- oder Upload großer Dateien noch weniger tolerieren als ohnehin schon. Aber auch wer alles per Browser in der Cloud oder per App im Remote-Desktop erledigt, spürt eine niedrige Internetgeschwindigkeit, nämlich tendenziell als zähe Reaktion der Anwendung. Beiden kann geholfen werden. Die Problembetrachtung beginnt beim Internetzugang und setzt sich fort beim Weiterleiten im Heim- beziehungsweise Büronetz.

Bei den meisten Internetanschlüssen kann man mit einer etwas höheren monatlichen Gebühr höhere Geschwindigkeiten (Test) einkaufen. Falls Ihr Arbeitgeber das Homeoffice fördert, spendiert er vielleicht die Differenz fürs Upgrade oder beteiligt sich an der eventuell nötigen Auffrischung Ihrer Netzwerkhardware. Überprüfen Sie als Erstes im Kundencenter Ihres Internetproviders, welche maximale Geschwindigkeit an Ihrem Wohnort verfügbar ist. Dann prüfen Sie, gegebenenfalls durch einen Anruf bei der Hotline des Anbieters, ob der vorhandene Router mit der gewünschten Datenrate klarkommt oder ausgetauscht werden muss.

Für Einzelkämpfer liegt der sinnvolle Einstieg bei 50 MBit/s im Downstream (aus dem Internet ins Heimnetz, umgerechnet rund 6 MByte/s), was je nach Anschlusstyp mit 5 bis 10 MBit/s in Gegenrichtung einhergeht (0,6 bis 1,2 MByte/s). Damit klappen Videokonferenzen in HD- und Full-HD-Auflösung: Bei ein paar kurzen Versuchen mit verschiedenen Videokonferenzsystemen maßen wir aktuell je nach gewählter Videoauflösung 0,3 bis 3,0 MBit/s im Downstream und zwischen 0,2 und 3,5 MBit/s im Upstream, in kurzen Spitzen auch mal 4,5 MBit/s. Alle anderen Anwendungen deckt diese Tarifstufe locker ab.

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