IT und Corona: So kommen IT-Abteilungen zurück in die Normalität

Corona hat auch die Pläne der IT-Abteilungen zum Katastrophenfall ausgehebelt. Nun gibt es einiges nachzuarbeiten.

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Auch für die IT-Abteilungen waren die letzten Wochen lehrreich. Wer glaubte, er sei auf alle Arten von Katastrophen vorbereitet, musste nun feststellen: Es kann noch schlimmer kommen – und vor allem noch ganz anders. Bisher war der K-Fall nur durch den teilweisen oder ganzen Ausfall von IT-Systemen definiert, also durch eine Katastrophe, die die Rechenzentren direkt betrifft. Nun heißt es, völlig umzudenken und dazuzulernen.

Denn nicht nur Hardware kann ausfallen, Software Fehler verursachen, sondern die bedienenden Kohlenstoffeinheiten – also die geschätzten Mitarbeiter – können ausbleiben; und nicht nur ein paar, die krank werden, nein, plötzlich müssen alle zu Hause bleiben. Und dabei laufen die zentralen Systeme in den RZs selbst zwar störungsfrei, allerdings fällt die Eingabe von Daten durch Dritte – durch eben jene Mitarbeiter – völlig aus, und damit alles, was sie tagtäglich in die Datenbanken, ERP-Systeme, Druckausgaben und alle anderen Installationen eingegeben haben. Es können keine Eingänge erfasst, keine Kunden angeschrieben und vor allem keine Rechnungen verschickt werden. Und damit bricht der gesamte Ablauf mancher Unternehmen zusammen.

Für die IT-Abteilungen bedeutete das in den ersten Tagen und Wochen Krisenbewältigung auf allen Ebenen, bei der das provisorische Ausstatten der Anwender und das Einrichten der Zugänge von außen an erster Stelle stand. Trotz der Regel, dass nichts länger hält als ein Provisorium, sollte nun die Phase des planvollen Handelns beginnen. Denn die Aufgabenliste ist lang: Erstens ist nun die – noch länger anhaltende – Ausnahmesituation in einen Regelbetrieb zu überführen, zweitens sind die Fehler der Vergangenheit aufzuarbeiten und drittens steht die Vorbereitung auf kommende Ausnahmezustände an – seien es neue Coronawellen oder Krisen jenseits von Epidemien und Pandemien.

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