JVM-Sprachen: Einstieg in Kotlin

Kotlin überzeugt mit kompakter und verständlicher Syntax - und setzt an den richtigen Schmerzpunkten von Java an. Perfekt für Android-Entwicklung sowie JVM.

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Das Kotlin-Team hat insgesamt nur wenige neue Konzepte eingeführt, sodass der Umstieg von Java sehr schnell möglich ist. Entsprechend ist man in wenigen Tagen produktiv und kann mit moderner Syntax arbeiten. Dieser Artikel dient als Einstieg in Kotlin und konzentriert sich auf die Unterschiede zu Java und einige neue Konzepte. Als Voraussetzung sollten Entwickler mit anderen klassenbasierten Programmiersprachen wie Java, C#, C++, JavaScript oder TypeScript vertraut sein. Begriffe wie Klassen, Interfaces, Properties und Funktionen sollten keine Fremdwörter sein. Als Beispiel fungiert eine kleine Webanwendung für das Spiel Stein, Papier, Schere. Dafür sind grundlegende HTML-/HTTP-Kenntnisse notwendig. Die folgenden Codebeispiele laufen auf der JVM und die vollständigen Quellen sind auf GitLab zu finden.

Kotlin-Dateien enden auf .kt. Wie in Java werden Projekte in Paketen (Packages) organisiert, wobei die Paketstruktur nicht mehr zwangsweise mit der Verzeichnisstruktur übereinstimmen muss. Daneben verzichtet Kotlin auf die Java-Restriktion, nur eine öffentliche Klasse pro Datei abzulegen. Vorhandene Java-Klassen lassen sich benutzen, was einen riesigen Pool an Bibliotheken schafft.

Auch die Gegenrichtung (Einbindung von Kotlin-Code in Java-Programme) ist in den meisten Fällen möglich. Das bedeutet, dass man innerhalb eines Projektes gleichzeitig mit Java und mit Kotlin arbeiten kann. Namenskonventionen für Klassen (Person), Variablen (name) und Funktionen (berechneAlter()) sind ebenso gleich geblieben. Kotlin verfügt über die gleichen Grunddatentypen wie Java: Int, Float, Boolean etc. Man erkennt jedoch hier schon am großen ersten Buchstaben, dass es sich um Klassen handelt. Kotlin unterscheidet nicht zwischen primitiven Datentypen und Objekttypen.

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