Kaufberatung Wallboxen für Elektroautos: Anforderungen, Installation, Modelle

Mit der eigenen Wallbox umgehen Sie die lästige Suche nach öffentlichen Ladesäulen. Wir zeigen, worauf Sie vor dem Kauf und der Installation achten müssen.

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(Bild: Herr Loeffler / Shutterstock.com)

Von
  • Patrick Bellmer
Inhaltsverzeichnis

Dank hoher Kaufprämien und steigender Reichweiten entwickeln sich Elektroautos und Plug-in-Hybride immer mehr zu einer Alternative zum traditionellen Benziner oder Diesel. Eingeschränkte Lademöglichkeiten und lange Ladezeiten an der Haushaltssteckdose lassen so manchen dennoch zögern. Einen Ausweg bieten Wallboxen und Ladesäulen für Carport, Garage oder einen anderen Stellplatz. Wir zeigen, welche Unterschiede es gibt und worauf Sie vor dem Kauf und bei der Wahl der Wallbox achten sollten.

Selbst wenn Sie das Glück haben und eine öffentliche Ladesäule direkt vor Ihrem Haus oder in unmittelbarer Nähe steht oder Ihr Arbeitgeber eine Lademöglichkeit zur Verfügung stellt: Nicht immer sind sie verfügbar – in der Regel genau dann nicht, wenn Sie eigentlich dringend laden müssten. Hinzu kommt, dass die Betreiber öffentlicher Ladesäulen häufig ordentlich zulangen: Preise von 40 Cent oder 50 Cent pro Kilowattstunde sind keine Seltenheit, Ionity verlangt je nach Tarif und Ladegeschwindigkeit gar bis zu 77 Cent. Zum Vergleich: Der Autor zahlt zuhause – ausgehend von derzeit 16 Prozent Mehrwertsteuer – rund 27 Cent pro Kilowattstunde Ökostrom. Schaffen Sie daheim eine (schnelle) Lademöglichkeit, spart das am Ende möglicherweise sogar Geld. Bei einem angenommen Durchschnittsverbrauch von 15 kWh pro 100 km und jährlich zurückgelegten 10.000 km bedeuten 27 statt 40 Cent pro kWh eine Ersparnis von fast 200 Euro im Jahr.

Zudem hilft der Staat: Denn nicht nur für die Anschaffung von Elektroautos (BEV, Battery Electric Vehicle) und Plug-in-Hybriden (PHEV, Plug-in Hybrid Electric Vehicle) gibt es Fördermittel, auch bei der Anschaffung und Installation von Wallboxen und Ladesäulen gibt es oftmals entsprechende Erleichterungen. Allerdings weichen Vorgaben und die Höhe der Förderung von Ort zu Ort ab. So übernimmt das Land Nordrhein-Westfahlen beispielsweise bis zu 60 Prozent oder maximal 2000 Euro bei der Anschaffung und Installation einer Wallbox, wenn der Eigentümer Ökostrom bezieht. Andernorts gibt es häufig lokale oder regionale Fördertöpfe. So unterstützt die Region Hannover die Anschaffung mit 500 Euro – Kunden der enercity AG erhalten im Idealfall weitere 400 Euro.

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