Kaufberatung iPhone 2021: Das richtige iPhone finden

Vor dem iPhone-Kauf gibt es viele offene Fragen. Wir erklären die Unterschiede von iPhone 7 bis 12 Pro Max im Detail und helfen bei der Entscheidung.

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(Bild: marianstock/Shutterstock.com)

Von
  • Johannes Schuster
Inhaltsverzeichnis

Viele Menschen hätten vermutlich gerne ein neues iPhone, doch so manchen schreckt der hohe Preis der 12er-Modelle ab. Was können sie besser als die weiter angebotenen Geräte von früher oder ein iPhone SE 2020 – und sind die Mehrkosten gerechtfertigt? Wir ordnen die Modelle nach ihren Fähigkeiten ein und beginnen mit dem iPhone 7 von 2016, das bereits wasserdicht ist und noch mit dem neuesten iOS 14 läuft.

In den folgenden Beschreibungstexten konzentrieren wir uns bei jedem Modell auf die Neuerungen und Änderungen. Wenn Sie in der Mitte einsteigen und Erklärungen zu bestimmten Features eines Gerätes nicht finden, gehen Sie bitte zurück zu den älteren Modellen. Wo was eingeführt wurde, zeigt außerdem die Tabelle am Ende des Artikels.

kurz & knapp

  • Die aktuellen 12er iPhones gehören zu den besten Smartphones überhaupt, sind aber sehr teuer.
  • Mit dem Erwerb von Modellen aus den letzten Jahren oder dem iPhone SE kann man viel Geld sparen.
  • Beim Gebrauchtkauf sollte man unbedingt den Akku checken, da er mit der Benutzung und den Jahren altert.
  • Geräte vor dem iPhone 7 sind nicht wasserdicht und laufen eventuell nicht mehr mit dem aktuellen iOS.

Wenn Sie ein älteres Gerät kaufen wollen, sollten Sie sich mit dem Akku beschäftigen. War er über zwei Jahre in Benutzung, kann er schon nach wenigen Stunden erschöpft sein.

Bei den iPhones 7 und 7 Plus wurden zum Teil minderwertige Akkus eingebaut, deren Kapazität schon nach einem Jahr rapide nachließ. Apple hat bis Ende 2018 den Akkutausch über ein Reparaturprogramm verbilligt oder bezahlt. Versuchen Sie möglichst, ein Gerät mit neuem Akku zu ergattern oder planen Sie den Batteriewechsel mit ein. Der kostet inzwischen 55 Euro für jedes Modell vom iPhone 6 bis hin zum iPhone 8 Plus und dem SE 2.

Für den Akkutausch bei iPhone-Displays, die bis an den Rand heran reichen (ab iPhone X), berechnet Apple außerhalb der Garantie 75 Euro. Wurde bei einem iPhone bereits der Akku ausgetauscht, aber nicht von einem zertifizierten Apple-Techniker, verweigert Apple allerdings sehr wahrscheinlich die Reparatur und Sie können nur zu einer freien Werkstatt gehen.

Auf allen berücksichtigten iPhones ab dem 7er läuft das aktuelle iOS 14 und Sie müssen nicht auf Software-Neuerungen, Sicherheitsupdates und Werkstatt-Support von Apple verzichten. Alle haben eine Lightning-Buchse zum Anschluss von Netzteil, USB-Kabel und Peripherie. Der Screeninhalt lässt sich drahtlos per AirPlay auf ein Apple TV übertragen. Alle funken mobil mindestens mit Advanced LTE (max. 300 MBit/s) und akzeptieren Nano-SIM-Karten. Im WLAN unterstützen sie mindestens den Standard 802.11ac (max. 866 MBit/s). Implementiert ist in jedem Modell auch die Nahfunk-Technik NFC, die man für Apple Pay braucht.

Alle erwähnten iPhones besitzen Multitouch-Displays mit Retina-Auflösung von mindestens 326 dpi. Damit sehen Inhalte gestochen scharf und fast wie gedruckt aus, mit bloßem Auge lassen sich keine einzelnen Pixel mehr ausmachen. Allerdings verzichtet Apple nicht auf Glossy-Panels und vorgesetzte Scheiben, die in der Sonne arg spiegeln, aber bei Videos mit einem besseren Schwarzwert punkten.

Die Objektive der Kameras ragen bei allen iPhones leicht aus dem Gehäuse. Deren Abdeckung aus Saphir schützt sie zwar vor Kratzern, aber um Kippeln zu verhindern, benötigt man eine Hülle. Ohne sie sollte man ohnehin keines der iPhones verwenden, da die Oberflächen allesamt schnell zerkratzen oder bei einem Sturz bersten.

Jedes Jahr bekamen die iPhones einen schnelleren 64-Bit-Prozessor und eine verbesserte Grafik, die in einem SoC (System on Chip) zusammen mit anderen Modulen kombiniert sind. Lediglich die SE-Modelle stattete Apple teilweise mit älteren Komponenten aus. Die iPhones bringen Sensoren für Beschleunigung, Annäherung, Umgebungslicht sowie Gyroskop (misst die Ausrichtung des Smartphones zum Erdmittelpunkt), Kompass, Barometer und GPS mit. Im SoC steckt auch ein Motion-Coprozessor, der die Bewegungsdaten sammelt und auswertet, die Beschleunigungssensor, Gyroskop und Kompass liefern.

Bis zum Herbst 2020 lagen jedem iPhone Kopfhörer (EarPods), ein USB-Kabel und ein Netzteil bei, seitdem packt Apple nur noch ein USB-Kabel in den Karton. Wer sein iPhone öfter für Videos oder Fotos nutzt, sollte auf genügend Speicher achten, 64 GByte sind dafür Minimum, für alle anderen empfehlen wir mindestens 32 GByte.

Bis zum iPhone 8 sowie dem SE 2 entsperrt man den Bildschirm mit dem Fingerabdrucksensor Touch ID, der in den Home-Button integriert wurde. Mit Einführung der bis an den Rand reichenden Bildschirme stellte Apple auf die Gesichtserkennung Face ID um.