Kleine Trickkiste für die Metallbearbeitung

In unserer Trickkiste finden Sie spezielle Techniken der Metallbearbeitung, die nicht so gängig, aber nützlich sind und ohne besondere Werkzeuge auskommen.

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Eine Werkzeugkiste mit vielen verschiedenen Werkzeugen.

(Bild: Yuliya D'yakova / Shutterstock.com)

Von
  • Achim Bertram
Inhaltsverzeichnis

Die Wirkung einer Feder beruht auf elastischer Verformung des Querschnitts ihres Materials durch Torsion (Verdrehung). Sie kann Kraft aufnehmen, speichern und wieder abgeben. Bei der Herstellung einer Feder wird der Werkstoff über seine Elastizitätsgrenze hinaus bleibend (plastisch) verformt, ohne dabei die Bruchdehnung zu überschreiten. Häufigste Ausführung ist die Schraubenfeder, die sowohl als Zug- oder Druckfeder, seltener als Drehfeder oder Schenkelfeder angewendet wird.

Arbeiten mit Metall

Warum soll man aber eine Feder überhaupt selber wickeln wollen? Erstens, weil eine passende Feder gerade nicht verfügbar ist oder weil es sie in den gewünschten Abmessungen nicht zu kaufen gibt. Und zweitens, weil man es ja kann. Vorausgesetzt, man verfügt über einen entsprechenden federharten Draht, benötigt man noch einen Schraubstock, etwas Hartholz und einen passenden Wickeldorn.

Der Wickeldorn wird aus einer Stange Rundstahl zu einer Kurbel gebogen und mit einer Bohrung quer durch das Ende versehen. Sein Durchmesser muss etwas kleiner sein als der fertige Innendurchmesser der Feder. Der Bohrungsdurchmesser wird der Drahtstärke angepasst. Anstelle der Bohrung kann auch ein Schlitz gesägt werden. Aus einer Hartholzleiste werden zwei Backen für den Schraubstock angefertigt. Die eingefeilten oder gebohrten Nuten darin geben dem Wickeldorn Führung. Mit doppelseitigem Tape werden die Backen am Schraubstock fixiert.

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