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Kristalle fotografieren

Für das Fotografieren von Mikrokristallen benötigt man ein Mikroskop mit einer Polarisations-Ausstattung. Einfache Aufnahmen sind aber auch schon mit einem Makroobjektiv möglich. Peter Juzak zeigt, wie Sie schnell zum Ziel kommen und auch mit einfacher Ausrüstung starten können.

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Kristalle fotografieren

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Ob das Mikroskop einfach oder hochwertig ist, spielt für das einfache Betrachten von Kristallen eine untergeordnete Rolle. Der grundsätzliche Aufbau ist immer gleich und im Zweifelsfall reicht sogar ein Makroobjektiv, um die Kristalle einzufangen. Auch die Auswahl der Motive ist vielfältig: Im Prinzip lassen sich alle Substanzen fotografieren, die doppelbrechende Eigenschaften haben. Diese müssen zuvor verflüssigt werden, damit sie wieder auskristallisieren können. Die verwendete Substanz, zum Beispiel Harnstoff (Urea), kann entweder in destilliertem Wasser gelöst oder auch unter Wärmeeinwirkung verflüssigt werden (der Schmelzpunkt liegt bei 132,5 °C–134,5 °C).

Ich bevorzuge das Schmelzen der Substanz. Hierbei wird eine winzige Menge des festen Harnstoffes auf den Objektträger gebracht und mit einem Deckglas versehen. Anschließend wird alles auf einer Herdplatte erwärmt, bis sich der feste Harnstoff verflüssigt. Im flüssigen Zustand nimmt man das Präparat vorsichtig von der Herdplatte. Solange die Substanz zwischen Objektträger und Deckglas noch flüssig ist, kann man mit einer Pinzette Druck ausüben, um eine dünne Schicht zu erhalten.

Das Auskristallisieren kann je nach Substanz blitzartig geschehen, aber auch Stunden, Tage oder Monate dauern. Dies ist von zu vielen Faktoren abhängig, als dass dieser Prozess gezielt steuerbar wäre.

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