Landschaftsfotografie: Die Dynamik von Wasserfällen einfangen

Dynamik von Fels und Wasser: Um fesselnde Motive rund um Wasserfälle zu komponieren, müssen Fotografen die Effekte unterschiedlicher Verschlusszeiten verstehen.

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Das Umland verleiht den Wasserfällen ihren individuellen Charme, nachdem sie es teils über viele tausend Jahre geformt haben. Der gigantische Haifoss stürzt 122 Meter in die Tiefe, in das über Äonen geformte Flussbett des Fossá í Þjórsárdal.

Von
  • Nicolas Alexander Otto
Inhaltsverzeichnis

Wasserfälle beeindrucken schon allein aufgrund ihrer vertikalen Natur und der Geschwindigkeit des fallenden Elements. Dazu kann man sie in den unterschiedlichsten Umgebungen, wie Wäldern, Ödlande, an der Küste oder in den Bergen finden. Perfekte Voraussetzungen für vielseitige Aufnahmen. Wasserfälle können ein bildfüllendes Motiv sein oder ein Aspekt der umliegenden Landschaft, der als kompositorisches Nebenelement dient. Ihre Vielseitigkeit hat eine besondere Anziehungskraft, die mich dazu bringt, mindestens zwei oder drei Wasserfälle zu meiner jeweiligen Reiseroute hinzuzufügen.

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Ob Sie einen Wasserfall im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter besuchen, macht einen großen Unterschied. In Mitteleuropa ist die beste Zeit, um einen Waldwasserfall zu besuchen, normalerweise Frühling oder Herbst, wenn das umliegende Laub oder sonstige Vegetation entweder ein lebhaftes Grün aufweist oder von herbstlichen Farbtönen dominiert wird. Besonders Moos auf größeren Steinen wirkt am besten im Frühling oder Frühsommer, wenn es saftig und strahlend ist. Die Wasserflächen sind je nach Tiefe und Weißwasseranteil (mineralische Schwebstoffe) farblos, daher kann es lohnen, umliegende Farben als Blickfang mit in das Bild einzubinden.

Es kann auch passieren, dass sich zu bestimmten Jahreszeiten nicht genügend Wasser im Bachlauf befindet. Ich hatte schon einige Male die Situation, dass ein Wasserfall so wenig Wasser aufwies, dass ich zu einem anderen Zeitpunkt wiederkommen musste. Wie viel Wasser die korrekte Menge ist, liegt allerdings im Auge des Betrachters. Es kann sinnvoll sein, vor der Abreise auf die Niederschlagsmengen vor Ort zu schauen, um sicher zu sein, dass insbesondere bei kleinen Gewässern genug Wasser vorhanden ist und sich der Weg lohnt. Auf der anderen Seite können Sie nach langen Niederschlagsperioden auch einen braunen Matschfluss vorfinden, weil das Gewässer zu viele Sedimente mit sich trägt.

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