Linux: Debian-Installationen retten nach fehlgeschlagenem Upgrade

Bei Architekturwechseln von Debian Linux kann es passieren, dass der Bildschirm schwarz bleibt. Wir zeigen Ihnen, was in diesem Fall Abhilfe schafft.

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Von
  • Mirko Dölle
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Ein Debian-System sollte man nur einmal pro Rechner installieren müssen. Anschließend genügt es, die Software über die Paketverwaltung immer wieder zu aktualisieren. Das gilt sogar bei einem Upgrade zum nächsten Major Release, ein solches unterscheidet sich nur geringfügig von einer alltäglichen Paketaktualisierung. Wir haben bereits Server von der Version Wheezy (2013) über Jessie und Stretch bis hin zu Buster (2019) ohne Neuinstallation aktualisiert: Nach dem obligatorischen Backup spielt man sämtliche Paket-Updates des laufenden Release ein, ändert in den Paketquellen den Namen des Debian Release und aktualisiert die Pakete noch einmal. Ein Neustart schließt dann das Major Upgrade ab.

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Auch bei Desktop-Installationen klappt das Upgrade in aller Regel, doch die Aufgabe ist ungleich komplexer, wenn zusätzliche Software aus Fremd-Repositories installiert ist, etwa ein Chrome-Browser aus den Google-Repositories oder Docker aus den Docker-Repos. Manchmal installieren Benutzer auch neuere Versionen von Anwendungsprogrammen direkt von Entwickler-Webseiten oder besorgen sich einige Pakete aus dem Unstable-Repository und mischen so verschiedene Versionen. Kurz: Es gibt genügend mögliche Fehlerquellen – und so scheitert manchmal der Versionswechsel.

Im vorliegenden Fall war es ein altes Notebook, auf dem ursprünglich Debian Stretch installiert und dann auf Buster aktualisiert wurde. Nach der Veröffentlichung von Debian Bullseye wurde ein drittes Major Upgrade durchgeführt, das schiefging: Es endete auf der Textkonsole mit dem Hinweis, man möge doch bitte den Administrator über ein nicht lösbares Problem informieren. Einen offensichtlichen Fehler fanden wir nicht, weshalb wir uns kurzerhand entschieden, neu zu installieren, aber die wichtigsten Einstellungen des Altsystems inklusive der Desktop-Konfiguration zu übernehmen. Das war dank des kurz vor dem Upgrade angefertigten Backups kein Problem.

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