Linux: Softwarepakete verwalten mit Bauh

Mit dem Paketmanager Bauh lassen sich Linux-Programme im Flatpak-, Snap- und AppImage-Format gemeinsam verwalten und aktuell halten.

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(Bild: Timo Lenzen)

Von
  • Tim Schürmann
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Paketmanager sind eine feine Sache: Sie installieren sämtliche Bestandteile einer Anwendung in die richtigen Verzeichnisse, halten die Komponenten aktuell und putzen sie bei Bedarf wieder rückstandslos von der Festplatte. Per Suchfunktion ist ein Programm schnell gefunden und installiert. Dominierten unter Linux bislang Pakete aus den Distributions-Repositories, gelangen Anwendungen mittlerweile auch aus anderen Quellen als Flatpak, Snap oder AppImage auf viele Linux-Systeme. Die Vorteile liegen auf der Hand: Bibliotheken und Laufzeitumgebungen liegen in der richtigen Version bei, die Programme lassen sich unabhängig vom System aktualisieren, sind einfach einzurichten und funktionieren auf den meisten Linux-Systemen.

Während Sie Snap-Pakete bei Ubuntu direkt über die Softwareverwaltung einrichten können, stehen Anwendungen im Flatpak-Format beispielsweise über das Flathub-Repository bereit. AppImages finden sich dagegen häufig direkt auf der Projekt-Website einer Anwendung. Einen direkteren Zugang bietet der Paketmanager Bauh: Über seine grafische Bedienoberfläche lassen sich komfortabel Anwendungen in verschiedenen Paketformaten finden, installieren, aktualisieren, löschen und starten. Der Name Bauh (ausgesprochen Ba-uh) stammt übrigens aus dem brasilianischen Portugiesisch und bedeutet so viel wie Truhe oder Kiste.

Linux und Linux-Softwaretipps

Der alternative Paketmanager Bauh (Download via GitHub) ist aus dem Werkzeug fpakman hervorgegangen und sollte ursprünglich die Verwaltung von Flatpak-Paketen unter Arch Linux vereinfachen. Diesen Ursprung merkt man dem Tool an: Mit DEB- und RPM-Paketen kann Bauh in der aktuellen Version 0.9.18 noch nichts anfangen, unter Systemen wie Ubuntu, Linux Mint und OpenSuse kann er daher nur zusätzlich zur regulären Softwareverwaltung eingesetzt werden.

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