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Automatischen Bauteilezuführer bauen: MaXYposi-Feeder für SMD-Bestückung

Die Bauteilzuführung unseres bewährten Bestückungsautomaten MaXYposi war bisher zu einfach gelöst. Verbessern soll das ein (halb)automatischer Bauteilezuführer.

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Bei professionellen Bestückungsmaschinen ist der Feeder eine recht aufwendige Konstruktion: Er besteht aus einer Tasche mit Nabe für die Bauteile-Rolle, einem Stachelrad, das in die Perforierung des Bauteilestreifens eingreift, einem Elektromagnet oder Pneumatik-Zylinder zur Betätigung und einer Vorrichtung zum Abschälen und Aufwickeln der transparenten Schutzfolie. Üblicherweise tauscht der Bediener beim Wechsel eines Auftrags nur die Feeder mitsamt Rolle aus; die Feeder müssen nur in die Maschine eingehängt werden, die Betätigung zum Vorschub des Bandes um genau eine Bauteileposition erfolgt über eingebaute Kontakte oder automatische Pneumatik-Kupplungen. Typische Tape-and-Reel-Feeder kosten je nach Ausführung und Fabrikat zwischen 100 und 1000 Euro – pro Bauteilerolle, wohlgemerkt.

Dass es auch einfacher geht, bewiesen schon vor Jahren chinesische Entwickler bei den ersten Bestückungsmaschinen für Gelegenheitsanwender und Kleinserien: Hier stehen die Rollen senkrecht in einem Korb oder sie sind auf einer gemeinsamen Welle aufgehängt. Der Bauteilegurt ist lediglich in einem präzise gefrästen Halter eingelegt, der Vorschub des Bandes erfolgt durch einen absenkbaren Stift am Bestückungskopf, der in die seitliche Perforation des Bandes eingreift. Man spart sich so die Kosten für Einzel-Feeder, muss aber einige Nachteile in Kauf nehmen: Der Wechsel eines Bauteilbandes ist deutlich komplizierter und zeitaufwendig, außerdem verlangsamt der Bandtransport durch den Bestückungskopf die effektive Arbeitsgeschwindigkeit. Relativ aufwendig ist nach wie vor die Mechanik zum Abziehen und Aufwickeln der Schutzfolie.

Die einfachste Lösung haben wir Ihnen bereits im Artikel "MaXYposi als Bestückungsautomat" verraten: Die Bauteilestreifen werden (mit bereits entfernter Schutzfolie) einfach auf der Arbeitsfläche platziert. Für ganz kleine Aufträge ist das durchaus praktikabel, aber schon bei Kleinserien nervt das ständige Wechseln der relativ kurzen Streifen. Zudem springen beim Abziehen der Folie oft Bauteile heraus und verkrümeln sich unauffindbar auf dem Zimmerboden.

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