Mailcow: Mailserver einrichten und Spam-arm betreiben

Das Container-Komplettpaket Mailcow ermöglicht eine schnelle Einrichtung eines eigenen Mailservers. Mailcow bietet Komfort wie Microsoft Exchange.

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(Bild: Albert Hulm)

Von
  • Jan Mahn
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Der eigene Mailserver für die Familie, den Sportverein oder das Unternehmen ist eine Unabhängigkeitserklärung: Kein Mailprovider oder Webhoster ist dann mehr dafür verantwortlich, dass Mails im Postfach landen. Kein Spamfilter, den man nicht selbst kontrollieren kann, fischt versehentlich Ihre erwünschte Post ab. Als Unternehmen ist das auch aus Datenschutzsicht attraktiv, weil Kunden-Mails nicht auf Servern Dritter liegen. Im Gegenzug hat man als Admin aber auch selbst die Verantwortung, dass der Server läuft und auf einem sicheren Stand ist.

Wenn Sie den Betrieb eines eigenen Mailservers planen, sollten Sie sich vorab mit der Funktionsweise des Systems E-Mail und den eingesetzten Protokollen auseinandersetzen. Eine ausführliche Einführung in SMTP, IMAP und POP3, sowie in die Tücken von Spam und Spoofing, haben wir bereits veröffentlicht. Diese Lektüre lohnt sich später bei der Einrichtung in jedem Fall.

Lizenzkosten müssen Sie für einen eigenen Mailserver nicht einplanen. Große und etablierte Communities haben in den letzten Jahrzehnten robuste und erprobte Komponenten entwickelt: Namen wie Postfix, Dovecot oder Rspamd sind Ihnen womöglich schon begegnet, wenn Sie sich nach Open-Source-Mailservern umgesehen haben. Sie sind für unterschiedliche Rollen eines Mailservers verantwortlich und keines der Werkzeuge ist ein kompletter Mailserver. Eine Komponente nimmt Mails an und verschickt sie (auch als Message Transfer Agent, MTA bezeichnet), eine andere stellt dem Nutzer das Postfach per IMAP bereit (auch als Mail Delivery Agent, MDA bezeichnet), eine weitere entfernt Spam.

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