Maker-Workshop: Pi und HQ-Kamera für Astrofotografie einrichten

Mit High-Quality-Kamera und unterschiedlichen Objektiven für den Raspberry Pi kann man mit wenig Budget und freier Software in die Astrofotografie einsteigen.

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Von
  • Carsten Wartmann
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Seit Anfang 2020 gibt es die Raspi-HQ-Kamera und fast genauso lange überlegte ich, ob sie eventuell für die Astrofotografie geeignet sei. Dabei konnte ich auf Erfahrungen zurückgreifen, die ich in diesem Hobby seit ein paar Jahren gemacht habe und war sehr positiv überrascht, was diese recht günstige Kamera leistet.

Im Prinzip ist es eine Smartphone-Kamera auf einem Breakout-Board und was Smartphone-Kameras prinzipell können, war mir klar, nachdem ich mit einem Freund zusammen den Komet Neowise 2020 mit einem iPhone 11 ablichten konnte. Also wagte ich das Experiment mit der HQ-Cam. Diese hat einen ähnlich großen 12-Megapixel-Chip wie die Kamera im iPhone und der Chip Sony IMX477R in der HQ-Kamera stammt aus einer Chip-Reihe, die auch in der Astro-Community beliebt ist.

In Sachen Astrofotografie sind wir heute durch professionell mit Computer-Hilfe bearbeitete Bilder verwöhnt. Gerade die Bilder vom Hubble-Teleskop schüren eine Erwartung, die nur wenige Hobbyastronomen mit ihren eigenen Bildern erfüllen können. Dies liegt nicht nur an der millionenfach teureren Technik, sondern auch an der Art, wie und wo Hubble die Bilder aufnimmt. Dennoch: Auch mit einfachen Mitteln kann man interessante und auch vorzeigbare Bilder schaffen. Sind schon ein paar Geräte vorhanden, wie ein Raspi, alte Foto- oder C-Mount-Objektive und ein Stativ, kann der Einstieg in die Hobbyastronomie sogar recht preiswert sein.