Makrofotografie: Insekten finden und mit automatischen Schärfereihen ablichten

In die Welt der Insekten abzutauchen, war nie so einfach. Viele Kameras bringen dafür schon Automatiken mit. Damit erzielen Sie beachtliche Ergebnisse.

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Von
  • Jens Kählert
Inhaltsverzeichnis

Der Mikrokosmos wirkt auf uns oft wie ein Gruselkabinett. Doch wer bereit ist, sich der Welt der kleinen Aliens zu öffnen, wird von der Fantasie der Natur überrascht. Es scheint, als habe die Evolution diese Winzlinge zu ihren Lieblingskindern erkoren und hier mehr als reine Zweckkonstruktionen hervorgebracht, als habe sie Begeisterung und tiefe Freude an der ästhetischen Schöpfung empfunden und sich dabei in einen wahren Formen- und Farbenrausch hineingesteigert. Spezielle Fototechnik erschließt uns diese Welt jenseits der alltäglichen Erfahrung.

Doch bevor man mit dem Fotografieren loslegen kann, muss man zunächst seine Motive finden. Insekten sind scheu und ergreifen die Flucht, wenn man sich nähert. Besonders Zweiflügler (alle Fliegen und Mücken) sind tagsüber schwer zu fotografieren. Am frühen Morgen hat der Makrofotograf gute Chancen, denn tiefe Temperaturen versetzen die wechselwarmen Tiere in eine Kältestarre. Das bedeutet, Sie sollten früh aufstehen. Die meisten Falter werden erst ab 15 Grad Celsius aktiv, Libellen verhalten sich bis 13 oder 14 Grad Celsius ruhig, das Fotografieren von Fliegen hingegen erfordert möglichst tiefe Temperaturen deutlich unter zehn Grad Celsius.

Eine Fotoexkursion vor Sonnenaufgang ist auch für sich genommen ein Erlebnis, es herrscht eine traumhaft schöne Stimmung: Häufig liegt Nebel über den Wiesen und vermittelt Frische, Ruhe, Unberührtheit. Unterwegs trifft der Frühaufsteher außerdem auf Hasen, Rehe und Fasane.

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