Marktübersicht: Werkzeuge und Plattformen für Low Code und No Code Development

Low Code bringt Fachabteilungen mehr Freiraum, Entwicklungsaufgaben gehen schneller von der Hand. Das Angebot an Plattformen und Werkzeugen dafür ist groß.

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Von
  • Achim Born
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"Die Zukunft von Coding heißt No Coding!" So stimmte ausgerechnet GitHub-Mitgründer Chris Wanstrath im Jahr 2017 in seiner letzten Keynote als CEO der Codeplattform den Abgesang auf das traditionelle Programmieren an. Nach seiner Überzeugung ist das Coden nicht mehr das eigentliche Herzstück in der Entwicklung. Vielmehr gehe das Bauen der Software künftig immer weniger mit dem Tippen von Programmzeilen einher. Selbst die Softwareerstellung ganz ohne handgeschriebenen Code war für Wanstrath eine realistische Perspektive. In gewohntem US-amerikanischen Understatement erwartete er großartige Tools und neue Wege, Software zu bauen.

Seitdem ist der Markt für Low Code Development in ungebremstem Wachstum, doch noch müssen wir uns wohl eine Weile gedulden, bis Anwendungswünsche einfach nur geäußert werden müssen, um mittels KI-/ML-Bibliotheken automatisch lauffähige Programme zu generieren.

Der von Forrester Research im Jahr 2014 geprägte Name ist Programm: Low-Code-Tools (LC) sollen die Eintrittsschwelle zur Softwareerstellung senken. Statt sich mit den Konzepten komplexer Programmiersprachen und händischem Codieren herumzuplagen, klicken Entwicklerinnen und Entwickler nach dem Baukastenprinzip Anwendungen nahezu vollständig aus vorgefertigten Softwarebausteinen oder -objekten per Drag-and-drop zusammen. Lediglich wenige Zeilen sind im Bedarfsfall ergänzend zu programmieren. Wird das Low-Code-Prinzip auf die Spitze getrieben und gänzlich ohne manuelle Programmierung gearbeitet, hat sich für einschlägige Entwicklungshilfen konsequenterweise der Begriff No Code (NC) als Ordnungskriterium eingebürgert. Damit sich die professionelle Softwareentwicklung nicht ins Abseits gedrängt fühlt, wurde für das traditionelle Toolangebot denn noch der Begriff Pro Code kreiert.

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