Mecabricks: Virtuelle Lego-Modelle im Browser konstruieren

CAD ist langweilig? Von wegen! Mit Mecabricks erstellen selbst Einsteiger aus virtuellen Legosteinchen erste 3D-Modelle im Browser. Wir zeigen, wie das geht.

Lesezeit: 12 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 10 Beiträge

(Bild: Screenshot / Konstruktion: AmyOak)

Von
  • Martin Reche
Inhaltsverzeichnis

Die guten alten Klemmbausteine dänischer Art: Lange, bevor die ersten Computer in der Lage waren, 3D-Modelle überhaupt darstellen zu können, konstruierten Nachwuchs und Elternschaft mit den bunten Klötzchen ganz analog in 3D. Der Ablauf hat sich (aus der subjektiv-elterlichen Perspektive des Autoren) bis heute nicht verändert: Neue Sets werden penibel nach Anleitung aufgebaut und bespielt. Solange, bis ein Unfall, Erdbeben oder Godzillas Angriff das Set zerbröseln. Immerhin: Aus den frisch gewonnenen Teilen lässt sich immer Neues bauen.

Mehr DIY-Projekte / 3D-Druck:

Wer aber keine Lust hat, für Modellier-Experimente stundenlang auf schmerzenden Knien in staubigen Kisten nach passenden Teilen für die Neuschöpfung zu wühlen, kann das bequemer mit Mecabricks erledigen. Dabei handelt es sich um ein für private Zwecke kostenlos nutzbares Computer-Aided-Design-Programm (CAD), das im Browser läuft. Hier und da hapert es noch an der vollständigen Übersetzung ins Deutsche, dennoch lässt sich das Programm auch ohne große Englischkenntnisse recht intuitiv bedienen. Das Besondere daran sind die Volumenkörper darin: Denn statt auf Torus, Rechteck, Kugel & Co. setzt der Online-Dienst auf virtuelle Klemmbausteine a là Lego: Zweier, Dreier, Platten, Klappnubsie & Co. Die Steinchen klickern Sie per Maus und Tastatur in einem Editor zum fertigen Modell zusammen. Das klappte bei einfachen Modellen auf unserem Testrechner mit einer lahmen Onboard-Grafik (Intel 620) erstaunlich flüssig. Generell gilt aber: Je komplexer die Modelle, desto mehr Grafikleistung fordert Mecabricks für flüssige Bedienung ein. Wir haben Mecabricks am PC ausprobiert und ein erstes einfaches Modell konstruiert.

Ein Blick auf die öffentlichen Community-Modelle in der "Sammlung" offenbart, was mit Mecabricks alles möglich ist.

(Bild: Screenshot / Martin Reche)

Das Angebot an virtuellen Bausteinen in Mecabricks kann sich sehen lassen: Neben den herkömmlichen Klemmbausteinen (etwa Einer, Zweier, Sechser) befinden sich auch Lego-Technik-Teile, Fahrzeugbausteine (unter anderem Kotflügel, Lenkräder, Windschutzscheiben), Sonderbausteine mit Klapp- und Drehfunktion sowie Platten aller Art und natürlich Bauteile für Figuren im Angebot. Das reicht für endlose Konstruktions-Sessions, zumal man auch mit Farben, Stickern und bedruckten Teilen experimentieren kann. Auf Wunsch lassen sich auch eigene Steine designen – dazu aber später mehr.

Immer mehr Wissen. Das digitale Abo für IT und Technik.

  • Zugriff auf alle Inhalte von heise+
  • exklusive Tests, Ratgeber & Hintergründe: unabhängig, kritisch fundiert
  • c't, iX, MIT Technology Review, Mac & i, Make, c't Fotografie direkt im Browser lesen
  • einmal anmelden – auf allen Geräten lesen - monatlich kündbar
  • erster Monat gratis, danach monatlich ab 9,95 €
  • Wöchentlicher Newsletter mit persönlichen Leseempfehlungen des Chefredakteurs
GRATIS-Monat beginnen Jetzt GRATIS-Monat beginnen Mehr Informationen zu heise+