Mehr als Hell und Dunkel: Kontraste aufspüren und in Fotos gekonnt einsetzen

Kontraste in Tonwert, Farbe, Form und Inhalt tragen wesentlich zu Bildgestaltung und Bildwirkung bei. Wer sich damit beschäftigt, entdeckt ganz neue Motive.

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Gegensätze ziehen sich an. Hier turnt ein Rotschnabel-Madenhacker auf der Nase eines Afrikanischen Büffels herum. Der Kontrast, bestehend im immensen Größenunterschied der Tiere, erzählt die Geschichte: Der Große hält still, weil ihn der Kleine von Parasiten befreit; dem Vogel wiederum ist sein Wirt eine zuverlässige Futterstelle. Nikon D500  480 mm  ISO 6400  f/6.3  1/640 s,

Gegensätze ziehen sich an. Hier turnt ein Rotschnabel-Madenhacker auf der Nase eines Afrikanischen Büffels herum. Der Kontrast, bestehend im immensen Größenunterschied der Tiere, erzählt die Geschichte: Der Große hält still, weil ihn der Kleine von Parasiten befreit; dem Vogel wiederum ist sein Wirt eine zuverlässige Futterstelle. Nikon D500 | 480 mm | ISO 6400 | f/6.3 | 1/640 s

Von
  • Sandra Petrowitz
Inhaltsverzeichnis

Kontraste sind überall. Als Hingucker schaffen sie Aufmerksamkeit, überraschen, betonen und signalisieren: Hier ist etwas einen genaueren Blick wert! Sie prägen das Foto, unterstützen im besten Fall seine Wirkung und erzählen vielleicht sogar einen Teil seiner Geschichte.

c't Fotografie 5/22

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(Bild: 

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Laut Duden ist Kontrast der "Unterschied in der Helligkeit der hellen und dunklen Partien eines Bildes", und genau dieser sogenannte Motivkontrast dürfte vielen Fotografen zuerst einfallen: Licht und Schatten, hell und dunkel. Es gibt aber noch eine weitere Wortbedeutung, die im Duden sogar an erster Stelle steht: "Kontrast: starker, ins Auge springender Gegensatz". Der Begriff leitet sich vom mittellateinischen Wort contrastare ab, das wiederum aus den Worten contra = gegen und stare = stehen zusammengesetzt ist.

Diese Art von Gegenüberstellung ist für die Fotografie noch wichtiger: als elementarer Bestandteil von Wahrnehmung und Bildgestaltung. Selbst weniger offensichtliche Gegensatzpaare erzeugen Spannung und tragen zu Bildaufbau, Bildaussage und Bildwirkung bei. Ihre Vielfalt bietet fast unendliche Bildgestaltungsmöglichkeiten: scharf und unscharf, statisch und bewegt, glatt und rau, rund und eckig, Punkt und Fläche, alt und neu, natürlich und künstlich …