Messen von elektrischen Größen: Was Sie wissen müssen

Bei elektrischen Messungen ist es wichtig, dass man sein Werkzeug versteht und beherrscht. Hier hilft natürlich Übung – aber auch etwas Hintergrundwissen.

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Von
  • Guido Körber
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Messen, was ist das eigentlich? Das Messen von irgendetwas ist eine alltägliche Tätigkeit: Wie viel muss ich an die Dachlatte wieder ranschneiden, damit sie passt? Ist noch genug Wasser im Eimer, nachdem ich ihn halb umgerannt habe? Nein, ernsthaft, wir messen ständig Dinge. Oft sind wir uns dessen nicht einmal bewusst. Sei es, dass wir etwas auf eine bestimmte Länge schneiden wollen, die Teelöffel voller Zucker, die wir in die Tasse geben, das Glas, das wir (mehr oder weniger genau) bis zum Eichstrich füllen.

Wenn man sich klarmacht, was man dabei tut, dann merkt man, dass Messen der Vergleich einer Größe mit einer Referenz ist, mit dem Maßband, dem Volumen eines Löffels oder der Markierung an einem Gefäß. Es muss also für eine Messung eine definierte Methode benutzt werden, die es erlaubt, eine physikalische Größe als Zahl darzustellen, indem man sie mit einer festgelegten Größe vergleicht.

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Bei Längenmessungen ist das besonders einfach zu verstehen. Hier vergleicht man die Länge eines Objektes mit einem Maßstab, der die Länge als Skala aufgedruckt hat. Andere physikalische Größen wie in der Elektrotechnik werden oft indirekt gemessen: also über einen Effekt, den sie auslösen. Beispielsweise kann man elektrischen Strom nicht direkt erfassen, sondern nur über eine Wirkung, die er hat, wie das magnetische Feld oder den Spannungsabfall an einem Widerstand.