NFT für Fotografen: Chancen, Risiken, Praxis

Non-Fungible Token (NFT) liegen im Trend, viele Fotografen erhoffen sich davon eine neue Einnahmequelle. Wie das gelingen kann und wie Sie dabei vorgehen.

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(Bild: Bryan Minear)

Von
  • Sebastian Arackal
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Die wenigsten Fotografen hätten etwas dagegen einzuwenden, zusätzliches Geld mit ihren digitalen Bildern zu verdienen. Sie spielen damit wieder die Kosten für die Ausrüstung, Reisen zu Locations, Modelhonorare oder sonstiges ein. Wenn die Kasse stimmt, entstehen ganz neue Möglichkeiten. Seit einigen Monaten häufen sich die Erfolgsgeschichten von Fotografen, die dieses Ziel auf der Basis von NFTs, die auf Blockchain-Technologie basieren, erreicht haben. Hier drei Beispiele:

Der Amerikanerin Laney Griner gelingt am Ponte Vedra Beach in Florida ein witziger Schnappschuss von ihrem damals 11-Monate alten Sohn Sam. Das Foto zeigt den Kleinen im Sand, mit einer geballten Faust und konzentriertem Blick in die Kamera. Griner verpasst dem Foto den kongenialen Bildtitel "Success Kid". Im Internet geht das Foto millionenfach als Meme um die Welt. Anfang dieses Jahres hat Griner die zündende Idee, wie sich noch etwas Geld mit dem alten Foto machen lässt. Sie macht das Foto zum NFT und lädt es auf der Plattform Foundation hoch. In einer mehrtägigen Auktion startet das Foto zum Preis von einem Ether (ETH) und erzielt nach einem Bietergefecht stolze 15 ETH. Ether ist die Kryptowährung des Ethereum-Systems, 15 Ether sind momentan (09.07.2021) mehr als 25.000 Euro wert. Nicht schlecht für eine unbearbeitete Bilddatei eines Schnappschusses, oder?

Auch Profifotografen springen auf den NFT-Zug auf: Kate Woodman vermarktet eine Auswahl ihrer aufwändig produzierten Bilder im cineastischen Stil über die NFT-Auktionsplattform Foundation. Einstiegspreise liegen bei 1.25 Ether (2200 Euro). Bei ihrem bisher teuersten Bild „Always Coca Cola konnte sich Kate Woodman über einen Verkaufspreis von 11.888 Ether (21.000 Euro) freuen. Davon gehen 15 Prozent an die Plattform Foundation und 85 Prozent an die Künstlerin.

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