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Naturphänomen: Polarlicht verstehen und fotografieren

Die bunten Schleier am Nordhimmel sind für viele Fotografen ein Traummotiv. Wie Ihre Jagd nach den Polarlichtern gelingt, erklärt Bastian Werner.

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Naturphänomen: Polarlicht verstehen und fotografieren

Inhaltsverzeichnis

Das Polarlicht tritt während normaler Aktivität zwischen dem 70. und 80. Breitengrad (Nord-Norwegen, Grönland und Spitzbergen) als Ring um Nord- und Südpol auf. Während der sogenannten Sonnenstürme weitet sich dieser Ring auf, sodass man das Polarlicht bis hinab zum 60. Breitengrad (Süd-Norwegen und -Schweden) beobachten kann. Ist ein Sonnensturm besonders stark, kann man das Nordlicht sogar in Deutschland sehen. So extreme Sonnenstürme treten nur selten auf, weshalb man sich für Fotos in den hohen Norden begeben muss. Island, Norwegen und Finnland sind von Deutschland aus besonders einfach zu bereisen und bieten Anfängern in der Polarlichtfotografie die besten Möglichkeiten. Übrigens: Auf der Südhalbkugel tritt das Naturphänomen unter dem Namen "Aurora australis" auf, allerdings kann man es hier kaum fotografieren, denn es befindet sich keine einfach zu erreichende Landmasse südlicher als der 55. Breitengrad (S).

Am 21. September und am 21. März ist Tag-Nacht-Gleiche. Das heißt, Tag und Nacht sind jeweils zwölf Stunden lang, überall auf der Erdkugel. Gleichzeitig markieren diese Daten den ungefähren Beginn und das ungefähre Ende des Beobachtungszeitraums für Polarlicht. Nur im Winterhalbjahr ist es über dem 60. Breitengrad dunkel genug am Himmel, damit Sie das Polarlicht bei Nacht sehen und fotografieren können.

Wenn Sie Kälte nicht mögen, sollten Sie im September und Oktober gen Norden reisen. Das Meer ist noch warm und die Temperaturen erreichen bei Tag Plusgrade und in der Nacht nur einstellige Minusgrade. Zusätzlich liegt kaum Schnee und wenn, dann schmilzt dieser in den Tälern schnell wieder ab. Sie können deshalb ohne expeditionsgeeignete Winterausrüstung bei angenehmen Temperaturen das Polarlicht beobachten.

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