Neo und AdNW: Alternative Tastaturbelegungen unter Windows, Linux und macOS

Die QWERTZ-Belegung ist über 140 Jahre alt und ärgert Vieltipper oftmals. Moderne Alternativen versprechen schnelleres, komfortableres und gesünderes Tippen.

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(Bild: Albert Hulm)

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Maus und Touchpad zum Trotz: Schnell tippen zu können lohnt sich für Computer-Nutzer, die viel schreiben, programmieren, Mails verfassen oder per Chat kommunizieren. Die meisten haben ihre eigene Tipptechnik entwickelt, doch wenn sich der Wunsch nach mehr Produktivität regt, lohnt sich das Erlernen des Zehnfinger-Blindschreibens. Es beschleunigt das Tippen durch geringe Handbewegung. Wer es beherrscht, kann sich ganz auf den Bildschirm konzentrieren.

Beim Erlernen dieses Systems wird schnell deutlich, dass die gängige Tastaturbelegung mitnichten auf Komfort und hohe Geschwindigkeit ausgelegt ist. Bei QWERTZ liegen die am häufigsten benötigten Buchstaben scheinbar willkürlich über die ganze Tastatur verstreut statt auf der Grundlinie und in Reichweite der stärksten Finger. Das macht das Tippen deutlich anstrengender als eigentlich nötig. Zwei alternative Buchstabenbelegungen sollen diesen Nachteil überwinden: Neo und dessen Abkömmling AdNW.

Bei QWERTZ hängt die Erreichbarkeit der Buchstaben (Farbe) kaum mit ihrer Häufigkeit (Größe) zusammen.

Neo baut auf den Erkenntnissen des amerikanischen Psychologen August Dvorak auf – des Erfinders der bald 90 Jahre alten Dvorak-Belegung – und denen des deutschen Sprachstatistikers Helmut Meier. Die Belegung in ihrer endgültigen Form wurde 2010 veröffentlicht. Die ergonomischen Ziele sind die gleichen wie bei Dvorak, Neo ist allerdings speziell für die deutsche Sprache entworfen, eignet sich aber auch für Englisch. Außerdem verbessert es die Anzahl und Erreichbarkeit von Satzzeichen und Symbolen. Die Größe der Anhängerschaft sichert andauernde Treiberunterstützung und Hilfestellung von Gleichgesinnten.

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