Netzwerkspeicher: Synology-NAS-Geräte mit Linux-Tools erweitern

Auf NAS-Geräten von Synology läuft ein Linux, dem viele Linux-Befehle fehlen. Eine Entwicklergemeinschaft rüstet nach – doch vorab gibt es einiges zu beachten.

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, Thorsten Hübner

(Bild: Thorsten Hübner)

Von
  • Dusan Zivadinovic
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Ein werksfrischer Netzwerkspeicher (Network Attached Storage, NAS) von Synology tut zunächst mal genau das, was man erwartet: Er beherbergt als zentrales Datenlager im Netz Mediendateien, Backups, virtuelle Maschinen oder Docker-Container mitsamt Servern und überhaupt jedweden Kram, den man ihm zuwirft. Der Zugriff darauf klappt über die üblichen Protokolle wie SMB und NFS oder bequem über das Webinterface.

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Gelegentlich will man aber auch nach dem Rechten sehen oder sich einfach informieren, wie das Synology-Betriebssystem "Disk Station Manager" (DSM) organisiert ist, und steigt dafür auf die Kommandozeile um. Linux-User finden sich dort leicht zurecht, aber der Hersteller hat zahlreiche gängige Werkzeuge wegrationalisiert. Beispielsweise fehlen less (seitenweise Anzeige von Textdateien), lsof (list open files, Monitoring offener Dateien), nano (einfacher Texteditor), tmux (Terminalmultiplexer) oder auch whois (Domaininformationen), um nur einige zu nennen.

Immerhin bieten mehrere rührige Entwicklergemeinden diverse Paket-Repositories für die DSM-Plattform an, die etliche vermisste Werkzeuge enthalten. Dabei hilft der NAS-Hersteller externen Entwicklern mit einem Developer Guide und veröffentlicht zu diversen Modellen erforderliche Toolchains und Kernelquellen. Eine gute Übersicht über Repositories bietet das deutschsprachige Projekt Synology-Wiki.