Open-Source-Projekte: Auch remote professionell zusammenarbeiten

Als Unternehmen von den Erfahrungen der Open-Source-Szene profitieren: InnerSource zeigt, wie die professionelle Zusammenarbeit auch remote gelingt.

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  • Isabel Drost-Fromm
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Remote-first – oder zumindest hybrid: Die Jahre 2020 und 2021 haben gezeigt, dass nicht nur hippe Start-ups aus dem Bay-Area-Umfeld verteilt arbeiten können, sondern auch etablierte deutsche Unternehmen. Im Jahr 2022 flammten dennoch vielerorts wieder Diskussionen auf, ob und wie man zur Büropräsenz zurückkehren sollte. Dabei sollte Firmen mit einem Fokus auf Softwareentwicklung der Schritt zur Remote-Arbeit relativ leichtfallen: Sie können auf die reichhaltigen Erfahrungen der verteilten Teams im Open-Source-Umfeld zurückgreifen. Dort ist man es schließlich gewohnt, gemeinsam an einem Produkt zu arbeiten, ohne dafür physisch zusammenkommen zu müssen.

Entweder suchen sich die Unternehmen Unterstützung bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die auf persönliche Erfahrungen in Open-Source-Projekten zurückblicken können. Oder sie nutzen die Werkzeuge von InnerSource Commons, einer Stiftung, die dabei hilft, Best Practices aus der Open-Source-Projektarbeit in den Unternehmenskontext zu übertragen. Dass der InnerSource-Weg auch in der Praxis funktioniert, zeigt die Erfahrung der Autorin im eigenen Unternehmen in den Jahren 2020 und 2021.

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Die InnerSource-Bewegung wurde von Open-Source-Experten gegründet, motiviert vom Wunsch, Open-Source-Arbeitsweisen mehr Menschen nahezubringen. Schließlich greifen fast alle Entwickler und Entwicklerinnen im Alltag auf Open-Source-Komponenten zurück, doch nur ein kleiner Teil ist in den Projekten selbst aktiv. InnerSource unterstützt Interessierte dabei, sich in Open-Source-Projekten leichter einzubringen, indem die etablierten Arbeitsweisen quasi inhouse schon erprobt werden. Ganz nebenbei bringt InnerSource damit die bewährten Remote-first-Arbeitsweisen ins Unternehmen. Auf diesen Aspekt konzentriert sich dieser Artikel.