Operation Funkstille: NFC-Transponder von Giro- und Kreditkarten kastrieren

Die Zahl kontaktloser Zahlungen steigt aus Angst vor Covid-Infektionen. Neue Karten gibt es nicht mehr ohne Funktechnik – die erlaubt, den Besitzer zu tracken.

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Von
  • Mirko Dölle
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Einfach, schnell und vor allem hygienisch, weil man meist ohne PIN bezahlen kann: Während der Corona-Pandemie ist der Anteil kontaktloser Zahlungen im Handel stark gestiegen, bereits Mitte 2020 meldete das Forschungs- und Bildungsinstitut für den Handel EHI einen Anstieg auf fast 50 Prozent.

Angst vor Missbrauch müsse man nicht haben, schließlich müsste man sich der Karte schon auf wenige Zentimeter nähern – was etwa zu Stoßzeiten im öffentlichen Nahverkehr durchaus unbemerkt passieren kann. Mit der richtigen Ausrüstung sind jedoch deutlich höhere Reichweiten möglich als gemeinhin bekannt, stationär etwa an Türen oder den Eingängen von Kaufhäusern positioniert ließe sich die Reichweite deutlich steigern.

Technisch gesehen kann heute praktisch jeder kontaktlos bezahlen, schon seit Jahren schicken die Banken ihren Kunden ungefragt Giro- und Kreditkarten mit NFC-Funktechnik zu. Wer das nicht wollte, bekam auf Nachfrage eine neue Karte mit deaktivierter Drahtlos-Zahlfunktion – die aber trotzdem funkte. Inzwischen bieten die großen Banken, darunter Volks- und Raiffeisenbanken, die Sparkassen, Commerzbank und Deutsche Bank, keine Karten mit dauerhaft deaktivierter Kontaktlos-Zahlung mehr an, vielmehr kann man diese Funktion per App, am Geldautomaten oder über den Kundenservice jederzeit an- und wieder ausschalten lassen. Einfluss auf den NFC-Transponder der Karte hat das aber nicht, auch gesperrt meldet sie sich weiterhin bei jedem Leser. Und hier liegt der Knackpunkt.

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