Paint.net aufrüsten: Mit den richtigen Plug-ins zum optimalen Bildbearbeiter

Die kostenlose Bildbearbeitung Paint.net bringt nur die wichtigsten Funktionen mit. Mit zig Community-Plug-ins erweitern Sie das Programm nach Ihren Wünschen.

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Von
  • Martin Reche
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Das freie Paint.net vereint Malprogramm und Bildbearbeiter in einem. Es eignet sich für alle, denen Photoshop zu viel, Paint (ohne .net) zu wenig und The Gimp zu kompliziert ist. Das ausschließlich für Windows erhältliche Programm konzentriert sich auf wenige Kernfunktionen und punktet mit einer aufgeräumten Bedienoberfläche und flottem Arbeitstempo. Vor allem Einsteiger feiern dank der intuitiven und aufgeräumten Bedienoberfläche schnelle Erfolge mit der kostenlosen Anwendung: Sie zeichnen mit wenigen Mausklicks einfache Skizzen und Infografiken mit mehreren Ebenen auf die virtuelle Leinwand. Mit etwas Übung verbessert Paint.net darüber hinaus Fotos: So lassen sich mit den integrierten Werkzeugen etwa Horizonte von schiefen Aufnahmen begradigen, Bilder mit festen Seitenverhältnissen zurechtschneiden, Farben, Helligkeit sowie Kontraste nachträglich justieren, Fotos mit Filtern verfremden et cetera.

Bildbearbeitungsprogramme/ Vektorgrafikprogramme

Doch wenn man RAW-Bilder importieren oder Photoshop-Dateien öffnen und bearbeiten will, versagt Paint.net – jedenfalls in seinem Auslieferungszustand. Hier setzt die Community an. Sie stellt im offiziellen, englischsprachigen Web-Forum hunderte kostenlose Erweiterungen zum Download zur Verfügung. Damit können Sie das Programm nach dem Baukasten-Prinzip um exakt die Funktionen erweitern, die Sie im Alltag benötigen – von der Unterstützung weiterer Dateiformate über frische Filter und Text-Werkzeuge bis hin zur Vektorzeicher-Funktionalität. Eine Volltextsuche und ein alphabetisch sortierter Index helfen beim Aufspüren bestimmter Erweiterungen im Forum.

Die Bedienoberfläche von Paint.net ist klar strukturiert und stellt Anwender vor keine Rätsel. Die vier Paletten lassen sich auf Wunsch ausblenden.

(Bild: Screenshot / Martin Reche)

Die Foren-Admins weisen nachdrücklich darauf hin, dass man Paint.net-Plug-ins ausschließlich aus verifizierten Quellen beziehen sollte – zu groß ist die Gefahr, dass Downloads Malware anhaftet. Moderatoren prüfen neue Erweiterungen, bei noch ungeprüften Einträgen sollte man Vorsicht walten lassen. Ein zusätzlicher Virenscan, etwa mit dem Windows Defender, gibt vor der Installation zusätzlich Sicherheit. Dieser Artikel erklärt, wie Sie Plug-ins installieren, organisieren und bei Nichtgefallen wieder von der Festplatte tilgen. Er stellt diverse Erweiterungen und Plug-in-Sammlungen vor, die uns beim Schreiben besonders gefielen. Für diesen Artikel haben wir mit der kostenlosen Paint.net-Version 4.2.16 (Download) unter einem aktuellen Windows 10 gearbeitet. Für rund sieben Euro bietet der Entwickler auch eine kostenpflichtige Version seiner Anwendung im Microsoft Store an. Damit unterstützen Sie die Entwickler und erhalten Versions-Updates, Bugfixes et cetera vollautomatisch.

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