Personen zählen mit WLAN-Sniffer

Aus einem günstigen Modul und etwas Software bauen wir einen Personenzähler, der WLAN- und Bluetooth-Signale von Handys nutzt, um die Personenzahl abzuschätzen.

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Inhaltsverzeichnis

Auch ohne den Einsatz von Kameras lässt sich abschätzen, wie viele Personen sich zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem Ort aufhalten. Unser Pax-Zähler zeigt die Anzahl der Personen in einem Bereich an und kann sie auch über das The Things Network versenden, das wir schon einmal vorgestellt haben. "Pax" steht hier für "Personenanzahl" (englisch persons approximately) und stammt aus dem Luftfahrtjargon.

Der Schlüssel für das kameralose Zählen ist das Smartphone, was mittlerweile nahezu jeder mit sich herumträgt. Solange dieses nicht im Flugmodus verharrt, versucht es, alle paar Sekunden nachzusehen, ob es rundherum WLAN-Stationen gibt, oder sich mit einem bekannten Bluetooth-Gerät zu verbinden. Dabei sendet es kleine Datenpakete. Diese fängt unser Paxcounter auf.

Kurzinfo

  • ESP-Board als Personenzähler
  • The Things Network zur Datenübertragung nutzen
  • Sensordaten in TagoIO auswerten

Checkliste

  • Zeitaufwand: etwa zwei Stunden
  • Kosten: ca. 25 Euro
  • Programmieren: einige Einstellungen im Code ändern
  • Software: Microsoft Visual Studio Code, PlatformIO

Material

Dazu muss der Netzwerkcontroller in den Monitor Mode versetzt werden können, bei dem sämtliche Datenpakete an die Anwendungsebene durchgereicht werden. Im Gegensatz zum Promiscuous-Mode, bei dem in einem WLAN nur die Daten von Geräten weitergeleitet werden, mit denen der Client gerade verbunden ist, werden im Monitor Mode wirklich alle empfangbaren Netzwerkdaten betrachtet. Unser Paxcounter interessiert sich aber nicht für die Nutzdaten, die er einfach ignoriert, sondern nur für die Media-Access-Control-Adresse (MAC: weltweit einmalige physikalische Geräteadresse). Anhand der zur gleichen Zeit funkenden Geräte kann abgeschätzt werden, wie viele Smartphones gerade in der Nähe sind.

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