Picaxe-Einstieg: Vorbereitungen zum Programmieren

Dieser Artikel bietet Ihnen einen Überblick über die Funktionen des Mikrocontrollers Picaxe, der mit BASIC programmierbar ist.

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Von
  • Helga Hansen
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In Autos stecken sie inzwischen gleich mehrfach, in der Mikrowelle und im Smartphone sowieso – Mikrocontroller. Sie koordinieren Servos und Motoren, verarbeiten die Signale von Sensoren oder erkennen, wenn wir eine Taste auf der Fernbedienung gedrückt haben. Abseits industrieller Anwendungen lassen sie sich auch zu Hause und in der Schule einsetzen, um interaktive Projekte zu bauen. Dabei ist ein kompletter Rechner oder Laptop nur zur Programmierung nötig. Anschließend werkelt der Controller eigenständig vor sich hin, solange er Strom hat, und passt auch in kleine Geräte, etwa in einen selbstgebauten Thermometer. Selbst mit Kosten für weitere Bauteile ist er sehr viel günstiger als ein Computer.

Ein Mikrocontroller, mit dem der Einstieg in die Welt des Programmierens und der Schaltung von Hardware besonders einfach ist, ist der Picaxe. Die Picaxe-Chips wurden Ende der 1990er-Jahre von der britischen Firma Revolution Education für den Einsatz im Unterricht entwickelt. Durch die vorinstallierte Firmware lassen sich die Chips auch von Einsteigern programmieren, sodass sich bald eine Bastler-Community bildete. Inzwischen sind mit dem Arduino und weiteren Boards natürlich viele Konkurrenzprodukte hinzugekommen.

Picaxe: Mikrocontroller mit BASIC programmieren

Statt void() und Pointerarithmetik bietet Picaxe-BASIC auch blutigen Anfängern verständliche Befehle mit vielen Funktionen zum Steuern von Hardware. Unsere Serie zeigt, wie leicht das geht und erklärt die Software, Hardware und die Befehle, die dafür nötig sind. So gelingt die Programmierung eigener Projekte noch leichter als beim Arduino-C.

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Trotzdem lohnt der Picaxe bis heute einen Blick. Bei den neuen Alternativen wird einem viel Arbeit abgenommen, aber dadurch auch eine Chance zu lernen. Manchmal verbringt man mehr Zeit damit, Treiber und Bibliotheken zu (re-)installieren, als tatsächlich ein Programm zu schreiben. Dass die Picaxe-Chips noch mit BASIC programmiert werden, wirkt heute fast rückständig – hat aber auch einen verlockenden Retro-Charakter. Außerdem wurde die Sprache 1964 ausdrücklich für den Einstieg ins Programmieren entwickelt, was sich in einfach lesbarem Code niederschlägt. Der Picaxe-Dialekt bietet noch einige Spezialbefehle wie tune zum Abspielen von Musik, die für Einsteiger ebenfalls intuitiv verständlich sind.