Plasmaschneider: Metallische Werkstoffe mit einem Lichtbogen in Form bringen

Zentimeterdicke Stahlplatten lassen sich wie Butter schneiden. Die Möglichkeit, mit geringem Aufwand Metalle zu trennen, ist auch für Maker interessant.

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Von
  • Roman Radtke
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Wer mit Metall arbeitet, kommt recht schnell in die Verlegenheit, das Material zu trennen oder Ausschnitte einzufügen. Während ein gerader Schnitt mit dem Winkelschleifer noch halbwegs flott geht, kommt man bei dickerem Material mit den spanabhebenden Verfahren (schleifen, bohren, feilen, sägen) schnell an die Grenzen.

Von den in der Industrie eingesetzten Trennverfahren – Wasserstrahl-, Laser-, Brenn- und Plasmaschneiden – ist letzteres in auch für Maker interessante preisliche Regionen gefallen: Handgeführte Plasmaschneider gab es neulich für 150 Euro sogar beim Discounter und neben einer Steckdose braucht man zum Betrieb nur Druckluft.

Plasma wird auch oft als vierter, nicht klassischer Aggregatzustand bezeichnet: fest, flüssig, gasförmig, Plasma. Es handelt sich hierbei um ein ionisiertes Gas, das heißt, dass in diesem viele der Atome und Moleküle in Ionen und Elektronen zerfallen sind. Diese Teilchen sind elektrisch geladen und frei beweglich, daher ist ein Plasma in der Lage, einen Strom zu leiten. Auch in der Natur tritt ein Plasma in vielfältigen Formen auf - das heiße Gas in einem Blitz ist ein Plasma, ebenso das Innere unserer Sonne und vieler anderer Sterne.

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