Platine für DIY-Lötstation "Maiskolben"

Für unsere DIY-Lötstation, den Maiskolben, bieten wir jetzt eine eigene Platine an, die man statt einer Lochrasterplatine einbauen kann.

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Platine zum Artikel
Von
  • Florian Schäffer
Inhaltsverzeichnis

In Heft 5/16 stellten wir den Selbstbau einer digital geregelten Lötstation mit Display vor. Exklusiv auf einigen Maker Faires bieten wir jetzt eine Platine an, mit der Sie die Station noch einfacher nachbauen können. Um den Aufbau zu vereinfachen, zeigen wir kurz, wie Sie dabei vorgehen können. [Update, 6. November 2019: Inzwischen sind die Platinen ausverkauft.]

Die Platine ist zweiseitig mit Bestückungsdruck und Lötstopplack versehen. Der Bestückungsdruck (die Bauteilnumerierung) orientiert sich am Schaltplan im Eagle-Dateiformat und nicht am Schaltplan, wie er im Heft abgedruckt ist.

Platine Maiskolben (2 Bilder)

Bestückungsseite der Platine für die Lötstation

Um die Platine zu befestigen, haben wir außerdem noch eine Bodenplatte entwickelt, die Sie mit einem 3D-Drucker selbst drucken können. Auf der Platte ist Platz für einen Halter für den Lötkolben und einen Feuchtschwamm.

Mehr Infos

Hinweis

Bitte beachten Sie, dass wir nur die Platine anbieten und keine Bauteile, die Einkaufsliste weiter unten ist nur eine Empfehlung für eine mögliche Bezugsquelle. Für Detailfragen, lesen Sie bitte den ursprünglichen Artikel und benutzen Sie das Diskussionsforum. In der Linksammlung zum Heftartikel finden Sie die notwendigen Dateien

Sie sollten bereits Erfahrungen mit dem Bestücken von Platinen besitzen und sich auch mit der Übertragung von Software auf den Arduino (Nano) auskennen

Leseprobe aus Make 5/16

Die Anleitung zum "Maiskolben" können Sie kostenlos über heise select im Browser lesen.

Die Bauteile gemäß der Bauteilliste (im Heft oder online zu finden) bekommen Sie bei den meisten Elektronikhändlern. Wenn Sie sich mit Arduino gut auskennen, können Sie eventuell auch auf einen billigen Clone aus China zurückgreifen, anstatt das Original zu benutzen. Beachten Sie aber, dass dann das Arduino-Modul eventuell nicht ganz so einfach in Betrieb genommen werden kann.

Bei der Firma Reichelt haben wir exemplarisch einen Warenkorb angelegt, der fast alle benötigten Bauteile und Komponenten beinhaltet. Hier fehlt lediglich das Display und das Montagematerial (M3 Schrauben - benutzen Sie möglichst welche aus Kunststoff). Weitere Bezugsquellen können sein: Conrad, Pollin, Segor, Watterott und viele mehr.

Als Lötspitzen stehen verschiedene Typen zur Verfügung, die sich durch die Größe und Form unterscheiden. Für alltägliche Arbeiten ist die 0,8 mm Spitze empfehlenswert. Feine Arbeiten lassen sich gut mit einer 0,1 mm Spitze erledigen.

1,8" TFT Display

Für das Display gibt es keine Typenbezeichnung und keinen verlässlichen Anbieter. Am besten, Sie suchen bei ebay oder Amazon nach "tft 128x160 1,8 spi sd st7735b".

Sie benötigen das abgebildete Display mit folgenden Erkennungsmerkmalen:

  • 1,8" (Zoll)
  • 128 x 160 Pixel
  • TFT
  • SPI-Schnittstelle
  • ST7735B Controller
  • rechts 8-poliger Pinheader (links ggf. 16 aber nicht wichtig)
  • SD-Karten-Slot auf der Unterseite (wird nicht genutzt)

Bestückte Platine

Bestücken Sie die Platine wie gewohnt. Beginnen Sie mit den flachen Bauteilen (Widerstände). Aus Platzgründen werden die ICs nicht gesockelt. Achten Sie auf deren Ausrichtung. Im Heft finden Sie Hinweise zum Test des Aufbaus.

Setzen Sie das Display auf den Pfostenverbinder.

Spielen Sie per USB die Firmware auf den Arduino Nano.

Stecken Sie den Arduino auf die Pfostenverbinder - auf die Ausrichtung achten.

Platine mit den aufgesteckten Modulen (Display und Arduino)

Befestigen Sie das Display mit Abstandsbolzen auf der Platine und fertigen Sie mit weiteren Abstandsbolzen vier Füße für die Platine.

Funktionsfähig aufgebaute Platine

Schließen Sie die Lötspitze und das Netzteil an und nehmen Sie die Station in Betrieb: Das Display wird weiß und zeigt dann Infos an, auf dem Arduino leuchtet die (rote) Power-LED. Drücken Sie den Ein/Aus-Taster für zwei Sekunden, um den Lötkolben zu heizen.

Fast fertig bestückte Platine
Mehr Infos

Update

Im Heft ist im Schaltplan R2 bzw. R6 (100 kΩ) eingezeichnet. Im ursprünglichen Leiterplattenentwurf fehlte er aber. In der derzeitigen Version 1.2 der Platine ist er ebenfalls nicht vorhanden. Dieser Widerstand korrigiert die gemessene und angezeigte Temperatur um ein paar Grad. Er ist nicht zwingend erforderlich, kann aber dennoch verbaut werden, wenn Sie ihn parallel zu C8 (oberhalb von IC1) einlöten.

(fls)