Raspberry Pi 4: Amazon Prime und Netflix lauffähig machen

Online-Videodienste wie Netflix oder Prime Video bringen Abwechslung zum TV-Programm. Dazu brauchen Sie keinen Smart-TV; der kleine Raspi 4 kann das auch.

Lesezeit: 6 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 68 Beiträge
Von
  • Heinz Behling
Inhaltsverzeichnis

Spätestens seit dem pandemisch ausgelösten Zwang, vermehrt zu Hause zu verweilen, zeigen sich Schwächen in der Unterhaltungsversorgung durch TV-Sender. Die x-te Wiederholung diverser 007-Filme oder selbst der Konsum aller 279 Folgen von Big Bang Theory werden irgendwann langweilig. Neues muss her. Da gibt’s doch noch Streaming-Dienste wie Netflix und Prime. Aber wie bekommt man die auf die heimische Mattscheibe?

Ganz einfach: Mit einem Raspberry Pi 4, der geeigneten Software, einem nicht zu langsamen Internet-Anschluss (bis 25MBit/s für Ultra-HD) und einem entsprechenden Abo geht das inzwischen sogar hochauflösend bis 4K. Unsere Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie alles installieren und einrichten, damit Sie sich demnächst keine der lästigen Wiederholungen mehr antun müssen.

Kurzinfo
  • Multimedia-Distribution LibreELEC auf Raspberry Pi 4 installieren
  • Addons aus unbekannten Quellen zulassen
  • Netflix- und Prime-Addon installieren

Material

  • Raspberry Pi 4 ab 2GB RAM, 4GB empfohlen
  • Kühler für Raspberry Pi 4 zum Beispiel Reichelt, Art.-Nr. Debo Heatsink2
  • MicroSD-Speicherkarte empfohlen 32–64GB
  • USB-C-Netzteil passend zum Raspberry Pi 4
  • HDMI-Kabel mit Stecker/Adapter auf Micro-HDMI
  • TV-Gerät mit HDMI-Anschluss und CEC-fähige Fernbedienung
  • Internet-Anschluss
  • Netflix- und/oder Prime-Abo jeweils ein Monat gratis, danach mindestens 7,99 Euro/Monat

Checkliste

  • Zeitaufwand: 1 bis 2 Stunden
  • Kosten: ab etwa 70 Euro (zzgl. Abogebühren)

Als Software für den Medienplayer verwenden wir hier Kodi in einer 18er-Version. Es bietet übrigens noch viel mehr als nur die Wiedergabe von TV, Videos und Musik. Mit Addons lässt es sich um zahlreiche Funktionen erweitern, u. a. sogar zur Spiele-Plattform. Aber das ist nicht Thema dieses Artikels. Kodi lässt sich auf dem Raspberry auf unterschiedliche Weise installieren: als Software-Paket über ein bereits installiertes Raspbian oder als eigene Distribution namens LibreELEC. Die zweite Methode bringt Vorteile, da sie beispielsweise alle benötigten Bestandteile etwa für die Fernbedienung über den Fernseher und zur Wiedergabe hochauflösender Videos mitbringt. Deshalb werden wir diese Distribution in der Version 9.2.1 hier auch verwenden.

Immer mehr Wissen. Das digitale Abo für IT und Technik.

  • Zugriff auf alle Inhalte von heise+
  • exklusive Tests, Ratgeber & Hintergründe: unabhängig, kritisch fundiert
  • c't, iX, Technology Review, Mac & i, Make, c't Fotografie direkt im Browser lesen
  • einmal anmelden – auf allen Geräten lesen - monatlich kündbar
  • erster Monat gratis, danach monatlich 9,95 €
  • Wöchentlicher Newsletter mit persönlichen Leseempfehlungen des Chefredakteurs
GRATIS-Monat beginnen Jetzt GRATIS-Monat beginnen Mehr Informationen zu heise+