Programmieren mit dem Raspberry Pi Pico: Back to BASIC

Auf dem Raspberry Pi Pico mit MMBasic einfach losprogrammieren. Dank des eingebauten Editors braucht man außer dem Pico ein Terminalprogramm. Eine Anleitung.

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Von
  • Thomas Euler
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Mikrocontroller zu programmieren ist in den letzten Jahren viel einfacher geworden – zunächst dank der beliebten Arduino-Umgebung mit C++ und seit ein paar Jahren mit MicroPython. Beide Sprachen unterstützen ein breites Spektrum an Mikrocontrollern und man findet Code-Bibliotheken für fast jede nur denkbare Hardware. Hilfe bei der Programmierung liefern zahllose Webseiten, YouTube-Kanäle und Foren.

Natürlich haben beide Sprachen ihre Vor- und Nachteile: C++ bietet höchste Performance und Effizienz, ist aber als Compiler-Sprache kaum interaktiv, da nach jeder Änderung am Code das Programm erneut kompiliert und auf den Mikrocontroller geladen werden muss. MicroPython erlaubt als Interpreter-Sprache hingegen eine interaktive Arbeitsweise; kurze Codeschnipsel testet man direkt in der Kommandozeile (REPL, Read-Evaluate-Print-Loop), komplette Programme muss man allerdings aus einer Entwicklungsumgebung wie Thonny hochladen. Leider ist ein Programm in MicroPython aber deutlich langsamer und speicherintensiver als eines in C++ mit identischer Funktion.

Zudem erledigt MicroPython auch immer mal wieder Aufgaben im Hintergrund (z. B. die Garbage collection). Dies macht den Programmablauf zeitlich nicht immer genau vorhersagbar, was bei zeitkritischen Aufgaben wie der Steuerung von Maschinen problematisch sein kann. Einen guten Kompromiss aus Geschwindigkeit und vorhersagbarem Programmablauf bietet hier MMBasic, ein weitgehend mit Microsoft-Basic kompatibler BASIC-Dialekt.