RAWfiniert: Bessere iPhone-Fotos mit Apples ProRAW schießen

Mit ProRAW werden Fotos noch besser – allerdings nicht von alleine. Wann Sie mit dem Format fotografieren sollten und wie Sie zum bestmöglichen Ergebnis kommen.

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ProRAW mit iPhone 12 Pro
Von
  • Sebastian Trepesch
Inhaltsverzeichnis

Bestimmt sind Sie schon einmal über ein Foto in Ihren Aufnahmen gestolpert, das einen Farbstich hatte. Vor allem bei Mischlicht nimmt die Kamera hin und wieder einen falschen Weißabgleich vor. Und manchmal möchte man als Fotograf die Farbe einer Lichtquelle im Motiv nicht neutralisieren, die Kamera versucht aber genau das. Um ein Segelboot im Abendlicht optisch zu erwärmen oder die Gebirgsformation abzukühlen, ist es gut, wenn man nachträglich die Farben anpassen kann.

Während bei einem JPEG und der speichereffizienteren Alternative HEIF Korrekturen leicht zu Artefakten führen, bieten Raw-Dateien den größtmöglichen Spielraum, da sie die Rohdaten des Sensors speichern.

Raw-Dateien kann man schon seit dem iPhone 6s und iOS 10 abspeichern – zwar nicht über die iOS-Kamera, aber über zahlreiche Kamera-Apps aus dem App Store (zum Beispiel ProCamera oder Halide, siehe Profiknipser: Acht Kamera-Apps für das iPhone im Test). Der Nachteil dieses Formats wird aber zunehmend größer: Da eine herkömmliche Raw-Datei nur die Sensordaten enthält, finden die immer ausgeklügelter werdenden Tricks des iPhones zur Bildverbesserung keine Anwendung. Zum Beispiel löst die Kamera für eine Aufnahme unbemerkt mehrfach aus und setzt die Bilder mit unterschiedlichen Belichtungszeiten zusammen (Smart HDR). Zudem verwendet sie mit Deep Fusion Algorithmen, die bei geringer Beleuchtung für mehr Details und weniger Bildrauschen sorgen sollen.

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