Raspberry Pi 4: Minimalistisches NAS mit ZFS-Dateiverwaltung selbst bauen

Für den privaten Datenschatz reicht ein Raspi-NAS. Ausgestattet mit Ubuntu Server, NFS und ZFS gestalten Sie Ihren sicheren Netzwerkspeicher in Eigenregie.

Lesezeit: 10 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 239 Beiträge

(Bild: Michael Plura)

Von
  • Michael Plura
Inhaltsverzeichnis

Ein NAS auf Basis eines Raspberry Pi ist im Handumdrehen betriebsbereit: Eine große MicroSD-Karte oder ein angestöpseltes USB-Laufwerk als Datenlager, dazu OpenMediaVault (OMV, Version 4 als Image, Version 5 als installierbares Paket) und schon kann man sich auf seinem Smartphone oder im Browser durch hunderte Menüs, Dialoge und Optionen schlängeln. Keine Frage, OMV ist eine gute gemachte Software und funktioniert prächtig – sofern man alles richtig konfiguriert. Sobald jedoch ein Tool, eine Konfiguration oder eine Funktion nicht von dessen Weboberfläche explizit unterstützt wird, benötigt OMV Handarbeit. Warum also nicht gleich ein minimalistisches, maßgeschneidertes Raspi-NAS mit den nötigsten Funktionen und einem sicherem Dateisystem von Hand selbst einrichten?

Dafür existieren etliche NAS-Distributionen auf OpenSource-Basis. Sie funktionieren, bieten jedoch selbst im Enterprise-Umfeld zu viele überflüssige Funktionen. Ein NAS für den heimischen Gebrauch auf Basis eines Raspberry Pi benötigt in der Regel noch weniger Funktionen. In unserem Projekt geht es nur um das Speichern von Daten an zentraler Stelle. Dafür braucht es lediglich eine handvoll Dienste: Ein sicheres lokales Dateisystem, ein Dienst für die Freigabe im Netz und vorzugsweise eine zuverlässige Backup-Lösung.

Wer Daten speichert, der will sie hinterher korrekt lesen können. Das grenzt die Wahl des Dateisystems auf zwei Kandidaten ein. Denn nur die ZFS und btrfs garantieren Datenintegrität dank interner Checksummen. Unsere Wahl fällt auf ZFS, da es auf dem Rapberry Pi 4 mit 2, 4 oder vorzugsweise 8 GByte RAM läuft. Bei weniger als 8 GByte RAM läuft ZFS unter Umständen nicht optimal – so sollte man dann etwa keine Deduplizierung einsetzen.

Immer mehr Wissen. Das digitale Abo für IT und Technik.

  • Zugriff auf alle Inhalte von heise+
  • exklusive Tests, Ratgeber & Hintergründe: unabhängig, kritisch fundiert
  • c't, iX, Technology Review, Mac & i, Make, c't Fotografie direkt im Browser lesen
  • einmal anmelden – auf allen Geräten lesen - monatlich kündbar
  • erster Monat gratis, danach monatlich 9,95 €
  • Wöchentlicher Newsletter mit persönlichen Leseempfehlungen des Chefredakteurs
GRATIS-Monat beginnen Jetzt GRATIS-Monat beginnen Mehr Informationen zu heise+