Recycling für Maker: Wie Sie alte Elektrogeräte und Schrott wiederverwenden

Aus defekten Geräten kann man mit wenig Aufwand Teile wie Motoren, Sensoren und Elektronik ausbauen. Hierbei sollten rechtliche Gegebenheiten beachtet werden.

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Von
  • Ramon Hofer Kraner
Inhaltsverzeichnis

Immer wenn ich auf Schrottplätzen oder Recyclinghöfen bin, tränen mir die Augen. Unglaublich, was die Konsumgesellschaft so wegschmeißt. Zum Teil neue und eingeschweißte Geräte, die einfach nicht verkauft wurden, zurückgingen oder niemand mehr braucht, werden dort entsorgt. Geräte, die den neuesten Standards und Trends nicht mehr entsprechen oder Softwareprobleme haben, landen ebenfalls auf dem Müll.

In diesem Artikel geht es darum, solch wertvollen Abfall genauer unter die Lupe zu nehmen. Da ich schon vieles vom Schrott geholt habe, möchte ich hier gerne zeigen, was es denn so alles im Maker-Paradies Schrottplatz zu holen gibt. Ich konzentriere mich in diesem Artikel auf elektronische Aktoren und Sensoren für Maker-Anwendungen, da dies meines Erachtens die wertvollsten und am leichtesten wiederverwertbaren Teile vom Schrott sind. Elektronische Bauteile finden sich natürlich auch in vielen Geräten. Neuere Geräte besitzen aber so eng bestückte Platinen, dass es praktisch nur mit großem Aufwand möglich ist, Teile zu recyceln.

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Vielfach ist eine Weiterverwendung auch deshalb unmöglich, weil Spezial-Software für die Neuprogrammierung von Mikroprozessoren und besondere Werkzeuge zum Ausbauen der Teile vorhanden sein müssen. Wer auf der Suche nach Transistoren, Widerständen oder anderen Through-Hole-Bauteilen ist, der sucht sich besser ältere Geräte und lötet diese dort aus den Platinen.