Scanner unter Linux nutzen

Wer seinen Scanner unter Linux ­einsetzen will, braucht oft keine speziellen Treiber, Linux erkennt ihn automatisch. Klappt es nicht, gibt es eine Alternative.

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(Bild: Andreas Martini)

Von
  • Rudolf Opitz
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Die meisten Scanner in Privathaushalten teilen sich in Form von Multifunktionsgeräten mit dem Drucker ein Gehäuse. Aus Sicht des Betriebssystems handelt es sich aber um zwei unterschiedliche Geräte, die jeweils eigene Treiber benötigen. Das fällt unter Windows und macOS nur nicht so auf, weil die Herstellersoftware die Funktionen oft unter einer gemeinsamen Oberfläche vereint.

Wie Windows erkennt auch Linux viele Scanner ohne Herstellertreiber. Unter Linux heißt die Bildschnittstelle SANE (Scanner Access Now Easy). Anders als WIA- und Twain-Treiber, die Systemintegration und Bedienoptionen kombinieren, teilt sich SANE in ein Backend und ein Frontend auf. Das Backend erkennt die vom Linux-Kernel bereitgestellten Geräte als Scanner, egal ob sie per USB, SCSI, FireWire oder übers Netzwerk angeschlossen sind.

Die Frontend-Programme greifen auf die vom Backend bereitgestellte Standardschnittstelle zu. Nur über die Frontends lassen sich Einstellungen ändern, Scans bearbeiten, speichern oder an andere Programme weiterleiten. Je nach Anwendungsfall stehen verschiedene Frontends zur Wahl, die fast immer in der Anwendungsverwaltung der jeweiligen Linux-Distribution zu finden sind. Geht es nur darum, ein Dokument auf dem Glas des Flachbettscanners zu digitalisieren, reichen einfache Frontends wie Simple Scan (manchmal auch schlicht als "Dokument-Scanner" betitelt) oder das KDE-Programm Scanlite. Der Funktionsumfang entspricht den WIA-Treibern unter Windows.

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