Schnellerer Arbeitsspeicher dank Subtiming-Tuning

Übertakter-RAM bringt bei manchen Anwendungen mehr Performance – nicht nur durch höhere Datentransferraten, sondern auch durch kürzere Latenzen.

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Moderne Prozessoren wie Ryzen 3000 können laut Spezifikation mit DDR4-3200-RAM umgehen. Im Dual-Channel-Modus überträgt ein Paar solcher Module 51,2 GByte/s. Overclocking-Module bieten höhere Geschwindigkeiten als DDR4-3200, wenn Prozessor, Mainboard und BIOS mitspielen. Davon profitieren unter anderem Packprogramme, Videotranskodierer und 3D-Spiele.

Der höhere Durchsatz wirkt sich jedoch nur dann aus, wenn die CPU größere Datenmengen am Stück liest oder schreibt. Bei Zugriffen auf kleinere Datenhäppchen, die verteilt im RAM liegen, spielen Latenzen eine wichtigere Rolle, die eine Folge der Speicher-Timings sind. Mit den passenden Software-Tools und einem Board mit umfangreichen BIOS-Optionen lassen sich diese durch geschicktes Optimieren reduzieren und der Arbeitsspeicher schneller betreiben, als der Modulhersteller garantiert.

Um Speicher-Timings zu verstehen, muss man sich kurz vergegenwärtigen, wie Arbeitsspeicher funktioniert. Am grundsätzlichen Aufbau und der Funktionsweise von Dynamic Random Access Memory (DRAM) hat sich seit der Einführung von SDRAM (Synchronous DRAM) Mitte der 90er Jahre nichts geändert. Die einzelnen Module kommunizieren über 64 Datenleitungen mit dem Speichercontroller, der heutzutage direkt im Prozessor sitzt.

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