Sicherheit: Erste Hilfe bei geknacktem Instagram-Account

Immer wieder kapern Phisher fremde Instagram-Accounts. Wir sind einem besonderen Fall nachgegangen und erklären, wie Sie Ihren Account schützen.

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, Bid: Albert Hulm

(Bild: Bid: Albert Hulm)

Von
  • Ronald Eikenberg
  • Marie-Claire Koch
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Phisher versuchen immer wieder an Zugangsdaten für Social-Media-Dienste wie Instagram zu kommen, um Accounts zu kapern und Profit daraus zu schlagen – zum Beispiel durch Lösegeldforderungen oder dubiose Spam-Kampagnen. Dafür ist den Angreifern jeder Account gut genug, doch besonders hoch im Kurs stehen Instagram-Accounts, die der begehrte blaue Haken ziert. Er zeigt, dass es sich um ein durch Instagram verifiziertes Profil einer Person öffentlichen Interesses handelt. Aber auch mit nicht verifizierten Accounts können Phisher Geld machen, mangelndes öffentliches Interesse schützt Ihren Account daher nicht.

Der Instagram-Account einer Berliner Olympiaschwimmerin trägt diesen blauen Haken. Sie nutzt den Account, um mit ihren Fans in Kontakt zu bleiben und ihre Erfolge zu teilen – zum Beispiel ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio oder zuletzt an der Europameisterschaft in Rom. Vor einigen Monaten entdeckte auch ein Phisher die erfolgreiche Schwimmerin bei Instagram. Er kontaktierte sie über eine private Nachricht, gab sich als Instagram-Support aus, um sie in die Falle zu locken, und konnte letztlich die Kontrolle über ihren Account übernehmen.

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Man spricht bei solchen Angriffen von Social Engineering, also der gezielten Manipulation des Opfers. Als die Schwimmerin bemerkte, wie ihr geschah, war das Kind bereits in den Brunnen gefallen. Der Angreifer hatte das Instagram-Konto bereits fest im Griff und die Account-Sprache auf Arabisch geändert. Die Schwimmerin wandte sich daraufhin an einen IT-Experten, der den Account jedoch auch nicht mehr retten konnte. Der Täter forderte unterdessen ein Lösegeld in Höhe von 150 Euro, zahlbar via PayPal.