Smart Garden: Bewässerungssystem mit OpenSprinkler und Raspi selber bauen

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Aber wer gießt das Beet? Etwa ein Raspi mit Magnetventilen, Perlschläuchen und der Software OpenSprinkler. Eine Bauanleitung.

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(Bild: Diyanadimitrova – stock.adobe.com)

Von
  • Pina Merkert
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Sommer! Die Sonne brennt unerbittlich und die Erdbeeren ziehen literweise Wasser aus dem Boden. Bei mehr als 30 °C sollte man sie eigentlich mehrmals am Tag gießen – aber wer hat bei Schwimmbadwetter Lust dazu? Und wer gießt während des Urlaubs?

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Die Lösung ist eine automatische Bewässerung mit dem Raspberry Pi, einer Relaisplatine, ein paar Magnetventilen und Perlschläuchen. Die Idee ist einfach: Die Perlschläuche haben kleine Löcher, durch die auf voller Länge eine kleine Menge Wasser austritt. Das bewässert effizient und vermeidet Tropfen auf den Blättern, die als Sammellinsen wirken und die Blätter verbrennen könnten. Damit es keine böse Überraschung bei der Wasserrechnung oder faulende Wurzeln gibt, regeln Magnetventile die Wasserzufuhr. Die steuert ein Raspberry Pi, der etwas Hilfe von einer Relaisplatine braucht, weil seine GPIO-Pins von sich aus weder genug Strom noch genug Spannung liefern, um ein Ventil zu schalten.

Außerdem wäre ein übersichtliches Web-Interface praktisch, damit man nicht auf der Konsole mit Python-Skripten und Cron-Jobs jonglieren muss. Diesen Wunsch erfüllt die Open-Sorce-Software OpenSprinkler. OpenSprinkler gibt es unter gleichem Namen auch als fertige Hardware mit vorinstallierter Software und einem ESP8266 für 150 US-Dollar. Oder man installiert die Software auf einem Raspberry Pi und verdrahtet eine handelsübliche Relaisplatine per Hand. Die Magnetventile mit 12 oder 24 Volt muss man in beiden Fällen selbst anschließen.