Smartphone-Telefonate ohne Apps mitschneiden

Außer speziellen Apps gibt es noch andere Methoden, Telefonate aufzuzeichnen – von der Detektiv-Hardware bis zur Fritzbox-Zweckentfremdung.

Lesezeit: 3 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 1 Beitrag

(Bild: Thorsten Hübner)

Von
Inhaltsverzeichnis

Zwar bieten die App-Stores von Apple und Google Unmengen an Programmen zum Aufnehmen von ein- oder ausgehenden Telefongesprächen an. Unter iOS nutzen die aber durchweg einen Mitlauscher per Dreierkonferenz. Bei Android gibt es erhebliche Kompatibilitätsprobleme vor allem mit neueren Systemversionen. Glücklicherweise sind die Apps nicht die einzige Möglichkeit, Telefongespräche aufzuzeichnen.

Die naheliegende ist der Einsatz eines externen Aufnahmegeräts. Man führt das Gespräch im Freisprechmodus und nimmt es mit einem Hardware-Rekorder über dessen Mikrofon auf. Digitale Diktiergeräte gibt es schon ab rund 20 Euro; ein externes Mikrofon kann die Qualität deutlich verbessern. Als Rekorder-Ersatz dürfen auch ein zweites Smartphone mit einer Audiorekorder-App, ein Laptop oder Desktop-PC mit Mikrofon herhalten. Der Hauptvorteil dieser Methode: Sie funktioniert immer. Problematisch ist dabei, dass auch Nebengeräusche aufgezeichnet werden, etwa das Tippen auf einer Tastatur oder die Gespräche anderer Personen im Raum. Die bekommen zudem beide Seiten der Unterhaltung mit, was nicht immer gewünscht ist.

Die Mitschneide-Apps für das iPhone nutzen eine Dreierkonferenz, um einen externen Dienst mitlauschen und aufzeichnen zu lassen. Das ist nicht nur recht teuer, sondern auch datenschutztechnisch bedenklich. Diese Methode lässt sich aber auch ganz ohne App, Kosten und unbekannte Lauscher nutzen. Der Trick: Als Mithörer und -schneider verwendet man anstelle eines externen Dienstes die eigene Mobilbox. Deren Aufzeichnungslänge für Sprachnachrichten ist zwar auf wenige Minuten (je nach Provider meist drei bis fünf) begrenzt. Dafür liegen die Aufnahmen nicht bei einem unbekannten Dritten im Ausland, sondern beim eigenen Mobilfunkprovider. So funktioniert es:

Immer mehr Wissen. Das digitale Abo für IT und Technik.

  • Zugriff auf alle Inhalte von heise+
  • exklusive Tests, Ratgeber & Hintergründe: unabhängig, kritisch fundiert
  • c't, iX, Technology Review, Mac & i, Make, c't Fotografie direkt im Browser lesen
  • einmal anmelden – auf allen Geräten lesen - monatlich kündbar
  • erster Monat gratis, danach monatlich 9,95 €
  • Wöchentlicher Newsletter mit persönlichen Leseempfehlungen des Chefredakteurs
GRATIS-Monat beginnen Jetzt GRATIS-Monat beginnen Mehr Informationen zu heise+