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So erkennen Sie, welche Online-Dienste mit Ihren Daten schludern

Milliarden geleakter Zugangsdaten zeigen: Wir müssen mehr für den Schutz persönlicher Daten tun. Das eigentliche Problem sind aber die Betreiber von Diensten.

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So erkennen Sie, welche Online-Dienste mit Ihren Daten schludern

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Die meisten Kommentare und Ratschläge zum Thema Identitätsklau legen nahe, dass jetzt die Anwender handeln müssen. Die sollten vor allem bessere Passwörter verwenden, so die einhellige Meinung. Dabei geht das am eigentlichen Problem vorbei. Die Anwender können höchstens unmittelbar drohenden Schaden noch einschränken. Am grundsätzlichen Problem, dass in großem Stil persönliche Daten geklaut und dann missbraucht werden, können sie fast gar nichts ändern.

Denn die Verantwortung dafür – und damit auch die Verpflichtung, jetzt etwas zu unternehmen – liegt vor allem bei den Anbietern von Internet-Diensten. Von den über zwei Milliarden Zugangsdaten bestehend aus E-Mail-Adresse und Passwort, die aktuell im Darknet gehandelt werden, ist nicht ein einziger geklaut worden, weil deren Besitzer geschlampt hätte. Die kamen abhanden, weil die Diensteanbieter, denen die Daten anvertraut wurden, nicht gut genug darauf aufgepasst hatten.

Bei den Doxxing-Angriffen Anfang des Jahres war das nur scheinbar anders. Da hatte tatsächlich ein geltungsbedürftiges Jüngelchen Accounts von Prominenten gekapert. Und in Einzelfällen war da vielleicht auch ein schwaches Passwort im Spiel. Doch wie es aussieht, war auch da bei der Mehrzahl der Fälle nicht die Sorglosigkeit der Opfer für den Einbruch verantwortlich, sondern unzureichende Sicherheitsvorkehrungen beziehungsweise unsichere Prozesse bei den Betreibern der Dienste.

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